Nasenbären rutschen bis auf Platz 5 durch

Sauerland Steel Bulls - Rostocker Nasenbären 14:11 (6:5, 2:2, 6:4)


ISERLOHN 13.06.2015
Wieder kassierten die Rostocker Nasenbären in der zweiten Bundesliga Nord für Inline-Skaterhockey eine durchaus vermeidbare Auswärtsniederlage. Beim bis dahin direkten Verfolger Sauerland Steel Bulls wurde mit 11:14 (5:6, 2:2, 4:6) verloren. Da auch Commanders Velbert den Tabellenführer Kassel Wizards (11:10) und der Vorletzte Langenfeld Devils die Mendener Mambas (8:3) bezwangen, bleibt das Rostocker Team um Spielertrainer und Vereinschef Christian Ciupka weiter bei 12 Punkte hängen und wird so in der Tabelle auf Platz 5 durchgereicht. Die Devils als aktueller Sechster rücken sogar bis auf drei Punkte heran und haben noch eine Partie mehr. „Schade wir hielten die Partie bis zum Schluss offen, verteilten aber einfach zu viele Geschenke in Abwehr und Angriff und konnten so nicht gewinnen“; so der oberste Nasenbär. „Wenn dann noch der eine oder andere Akteur mit fragwürdigen Begründungen fehlt, dann ist es insgesamt für einen Sieg zu wenig.“ Das Nasenbären-Team bestand wieder nur aus neun Akteuren und hatte so im entscheidenden Moment wohl nicht mehr die Konzentration und auch vielleicht auch die Kraft zum Kontern. Insgesamt 11 Treffer im Angriff sind eigentlich eine gute Quote, aber 14 Gegentore zeugen auch von einer oftmals überforderten Rostocker Defensive. Dabei hielt Keeper Timm Kolodziejczak noch großartig und sicherte bis 10:12-Anschluss (50.) die Möglichkeit eines Sieges.  Zuvor war es durchaus eine Partie auf Augenhöhe, in der die Nasenbären schnell mit 3:0 (3.) durch zwei Treffer vom Michal Bezouska und ein Tor von Klemens Kohlstrunk in Führung gingen. Dann aber ein irreguläres Tor der Gastgeber und eine Zeitstrafe gegen Rostock. Die Sauerländer Hausherren drehten das Match zum 4:3 (12.), eher die Nasenbären mit 5:4 (15.) durch einen Doppelschlag von Arthur Lemmer ihren letzten Vorsprung herausholten. Durch vier Tore in Folge zogen die Einheimischen vor nur 26 Zuschauern im Iserlohner Zöpidrom auf 8:5 (25.) weg und entschieden so schon fast das Spiel. Da halfen auch drei weitere Treffer der ganz starken Rostocker Kombination Arthur Lemmer als Vollstrecker und Michal Bezouska als Vorbereiter nichts. Das individuelle Können einzelner Spieler bringt nichts, wenn die Rostocker Nasenbären als Mannschaft nicht funktionieren, kaum gemeinsam trainieren und so nicht eingespielt sind. Irgendwo werden auch die zahlreichen Zuschauer, bis zu 200 kamen bisher zu jedem Spiel in die OSPA Arena, um weitere Heimspiele betrogen, weil so die Play-Off-Runde nicht erreicht wird. Vielleicht finden sich für die drei letzten Begegnungen in Kassel, Menden und Hannover doch noch der eine oder andere Spieler mehr aus dem 21 Akteure umfassenden Aufgebots ein, um so mindestens noch Tabellenvierter zu werden. Die Nasenbären-Fans hatten es gerade im 10. Jahr des Bestehens des Vereins die Play Off verdient.
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Rostocker Nasenbären:  Timm Kolodziejczak – Christian Herrmann (kein Tor/ 2 Vorlage), Christian Ciupka (0/2), Klemens Kohlstrunk (1/0), Michal Bezouska (3/5), Tim Marek (1/0), Arthur Lemmer (5/1), Florian-Abraham Brink(1/0), Robin Marek (0/1).

rostocker nasenbären


In der Spielerstatistik der Liga mischt Michael Bezouska von den Rostocker Nasenbären ganz vorne mit. Er erzielte bisher 17 Tore und gab 17 Vorlagen, was bei sieben Spielen 35 Scorer-Punkte bringt.
Foto: Freya Hagen

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