Nasenbären beim Penaltyschießen ohne Glück

Rostocker Nasenbären - Commanders Velbert 9:10 (2:3, 3:3, 4:3, n. P. 0:1)


ROSTOCK, den 09.08.2014

Nach dem knappen 6:5-Erfolg im Hinspiel und der positiven Wirkung der Teilnahme am Europapokal in eigener Hallen wollten die Rostocker Nasenbären auch in der zweiten Bundesliga Nord für Inline-Skaterhockey-Teams das Heimspiel am Sonnabend gegen die Commanders Velbert gewinnen und so etwas für den Klassenerhalt tun. Doch die Hausherren patzten vor 100 Zuschauer in der OSPA Arena erneut und unterlagen mit 9:10 (2:3, 3:3, 4:3, 0:1) nach Penaltyschießen. Diese siebente Niederlage in Folge brachte den Gastgebern zwar einen Punkt für die Tabelle, aber es war insgesamt aber zu wenig, um den Gästen aus dem Ruhrgebiet, die ohne mehrere Stammspieler auskommen mussten, die volle Punktzahl abzuknöpfen. „Wir leisteten uns einfach zu viele Strafzeiten, um je in die Vorhand zu kommen“, ärgerte sich Spielertrainer Christian Ciupka. „So verschenkten wir mal wieder zwei Punkte.“ Die Nasenbären waren in dieser Partie jederzeit gleichwertig, gingen mit 1:0 (7.) durch Christian Herrmann in Führung, als der Kapitän eine Vorlage von David Hördler für den ersten Treffer im Match nutzte. Danach gleich die ersten Strafen für die Nasenbären (2x Jürgen Brümmer, 1x Sven Spanrad) und mit dem 1:3 (18.) war der Vorsprung hin. Die Einheimischen bewiesen aber jederzeit Moral und blieben bis zum 5:6 (40.) immer auf Schlagdistanz. Hier sorgten zweimal Viatcheslav Koubenski sowie Christian Ciupka und Erik Haiduk für die Rostocker Tore. Wenig Einfühlsamkeit für das Team hatte Jan Michalek, als er nach einer Fünf-Minuten-Strafe in der 35. Minute sich mit dem Ende des zweiten Spielabschnitts mit den Unparteiischen verbal anlegte und die rote Karte sah. Er fehlte so der Rostocker Mannschaft nicht nur für das Schlussdrittel, sondern wird wohl für drei weitere Spiele gesperrt sein. Die Commanders übernahmen so erst einmal die Initiative und zogen auf 8:5 (48.) weg. Die letzten zwölf Spielminuten gehörten dann aber den Rostockern, die sich durch erneute Treffer von Christian Herrmann, Christian Ciupka und erneut zweimal in Folge durch Viatcheslav Koubenski zu 9:9 (59.) ausglichen. Als Letzterer dann noch eine Zeitstrafe kassierte, war ein Siegtor nicht mehr möglich. Im anschließenden Penaltyschießen dauerte es bis zum acht Schützen der Gäste, eher dieser für Velbert den noch zu vergebenen Punkte holte. „Insgesamt wieder ein undiszipliniertes Spiel von uns. So fehlen am Ende wieder einmal die Tore für den Sieg, denn vom Penaltypunkt geht vieles mit Glück“, so Christian Herrmann abschließend. „Und das hatten wir heute einfach nicht.“

Rostocker Nasenbären:   Sven Spanrad, Felix Thomas – Christian Herrmann (2 Tore/ keine Vorlage), Jörg Müller (0/1), Erik Haiduk (1/5), Jürgen Brümmer – Jan Michalek, David Hördler (0/2), Viatcheslav Koubenski (4/0) und Christian Ciupka (2/0)
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