Ein „Nasenbär“ mit Tor-Riecher

Die Rostocker Nasenbären im Portrait, heute: Sascha Hainke

 

Rostock, 08.08.2012,

Nach den zuletzt empfindlichen Auswärtsniederlagen erlebten 100 Zuschauer am Samstag im Heimspiel der Rostocker Nasenbären in der zweiten Bundesliga Nord für Inline-Skaterhockey über den Tabellensechsten Fireballs Sterkrade einen mehr als deutlichen 13:4-Erfolg. Ein ganz wichtiger Sieg der Bärenbande, die mit 21 Punkten weiterhin auf Platz 1 der Tabelle liegen. Die Rostocker Cracks haben aber schon vier Spiele mehr ausgetragen als der direkte Verfolger Bremerhaven Whales, der gegenwärtig 17 Zähler aus elf Partien auf dem Konto hat. Einen nicht geringen Anteil am bisherigen Abschneiden des Teams von der Ostsee hat Hauptangreifer Sascha Hainke, der nach 91 Punkten in der vergangenen Saison zurzeit im Norden erneut mit 49 Zählern nach 27 Toren und 22 Vorlagen die Top-Scorer-Liste anführt. Gegen Sterkrade traf der besten Angreifer der Rostocker zweimal und gab eine Vorlage.
Bei den Fans gehörte der Schwarzschopf mit dem richtigen Riecher für die Vorbereitung und das Erzielen von Toren unbesehen zu den Publikumslieblingen. Und Sascha Hainke gibt dieses Kompliment gerne an die Zuschauer zurück. „Das Rostocker Publikum ist schon ein besonderes. Es feuert uns auch an, auch wenn es mal nicht so läuft. Und man ist fair zum Konkurrenten“, stellt der Stürmer sachlich fest. Sascha Hainke weist auch darauf hin, dass er nicht allein die Meisterschaft in der Nordstaffel der zweiten Bundesliga erspielt. „ Beim Inline-Skaterhockey gewinnt man nur im Team. Und vor allem durch intensive die Arbeit von Nasenbären-Chef Christian Ciupka vor jedem Spiel ist eine starke Nasenbären-Bande auf denn Rollen unterwegs.“  Als Fünfjähriger stand Sascha Hainke erstmals auf den Kufen und drehte seine Runden auf dem Eis. Er hatte genug Talent und auch Willen, um später bei den berühmten Berliner Eisbären zu spielen. Das war vom 1989 bis 2003. Der Berliner Zeit folgte bis 2006 ein Engagement beim Rostocker EC. Er wechselte danach von den Kufen auf die Rollen und spielt seitdem in seiner Freizeit Inline-Skaterhockey. Zunächst bei den Adlern in Straußberg und jetzt für die Rostocker Nasenbären. „Aus meiner Rostocker Zeit habe ich hier an der Ostsee viele Freunde. Sie haben mich überzeugt für das Nasenbären-Team zu spielen. Da brauchte es nicht viel Überredungskunst“, begründet der Junggeselle seinen Einsatz für die Nasenbären. Auf der Fläche hat Sascha immer einen Blick für die Situation und macht auch fast immer das Richtige im Interesse des Teams. „Wenn ich engagiert weiterspiele, dann nur auf den Rollen“, meint er zu Anfragen anderer Vereine. Nach einer kurzen Pause setzt er hinzu: „… und dann auch nur noch für die Rostocker Nasenbären.“ Ansonsten ist Sascha Hainke Radsport-Fan, sieht gerne Handball und spielt selbst noch Badminton und Tischtennis. Der 28-jährige, er erlernte den Beruf eines Groß- und Außenhandelskaufmanns und arbeitet jetzt als Disponent in einem Logistikunternehmens, lässt in seiner Freizeit auch mal die Seele baumeln, spielt gerne Bowling und Poker, grillt gerne mit Freunden und liebt alles, was seine „Mama“ für ihn auf den Tisch zaubert.

 Nicht nur seine Art, Inline-Skaterhockey zu spielen, macht Sascha Hainke zum Publikumsliebling bei den Rostocker Fans.

Nicht nur seine Art, Inline-Skaterhockey zu spielen, macht Sascha Hainke zum Publikumsliebling bei den Rostocker Fans. Alle hoffen auf weite Tore und Vorlagen für die Rostocker Nasenbären.
Fotos: Joachim Kloock

Autor:  Klaus-Peter Kudruhs 

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