Spannendes Match mit Favoritensieg im Schlussdrittel

EC Kodiaks - REC 1c Rostock Barracudas  4:7  (1:2, 2:2, 1:3)


ROSTOCK  

Etwas mehr als knapp 200 Zuschauer waren schon zum ersten Rostocker Eishockey-Derby nach gut 50 Jahren in der Eishalle Schillingallee erwartet worden. Die Fans beider Teams brauchten ihr Kommen zur Ostseeliga-Partie zwischen dem gastgebenden EC Kodiaks von der Eishockey-Abteilung der Rostocker Nasenbären und den Rostock Barracudas, dem 1c-Team des REC, nicht bereuen. Sie sahen ein faires und bis zum Schlusssignal spannendes Match. Dabei vermasselten die erfahrenen „Pfeilhechte“ den Bären eine „Fischmalzeit“, denn die Barracudas gewannen am Ende verdient mit 7:4 Toren. Eigentlich erwartungsgemäß, denn etliche Akteure der Freibeuter und sogar Keeper Felix Kaydan, der zur Formation der ersten Mannschaft des REC gehört, wurden beim REC aufgeboten. Die neue Truppe EC Kodiaks im Eishockeygeschäft des Landes wusste sich aber zu wehren. Die Kodiaks gingen durch Roben Malorny (Vorarbeit Sebastian Pröber) nach sechs Minuten sogar mit 1:0 in Führung. Doch dem ersten Torjubel folgte durch Unaufmerksamkeit sofort der Gegenschlag zum 1:1 (7.) durch Martin Doerier, der eine Vorlage von Daniel Ternick nutzte. Die Barracudas kamen durch Phil Bergemann im Alleingang zum 2:1 (12.), eher es im zweiten Dritten so spannend weiter ging. Schon zwei Minuten nach Wiederanpfiff konnten die Kodiaks zum 2:2 ausgleichen. Diesmal war es Sebastian Pröber selbst, der nach Vorlage von Gunnar Bandlow den Puck im gegnerischen Tor versenkte. Doch mit dem 3:2 (27.) und 4:2 (33.) gab der Favorit eine Antwort. Diese Treffer erzielten Daniel Ternick (Vorarbeit Bernd Radtke) und Axel Götz (Robert Junge). Als sich Roben Malorny kurz vor Schluss des zweiten Spielabschnitts ein Herz für einen Alleingang wagte, überlistete er Felix Kaydan im Kasten der Gäste und erzielte den Anschlusstreffer zum 3:4 (39.) für die Kodiaks. So musste das letzte Drittel die endgültige Entscheidung in dieser Partie bringen. Die Barracudas schickten jetzt nur noch zwei Reihen aufs Eis, währen die Kodiaks von vier auf drei Formationen verkleinerten. Mit einem Doppelschlag zum 5:3 und 6:3 nach 54 Spielminuten sorgten Johannes Berg (Phil Bergemann) und Daniel Ternick für die Vorentscheidung zum Sieg des REC-Teams. Die Kodiaks verkürzten zwar noch einmal auf 4:6 (56.) durch Benjamin Kasparek (Vorarbeit erneut Gunnar Bandlow). Der letzte Treffer zum 7:4-Erfolg der Rostock Barracudas in diesem munteren Spiel war dann Jan Kelbel nach Vorarbeit von Martin Doerier vorbehalten. Trotz der Niederlage war der EC Kodiaks nicht unzufrieden. Die Bären hielten lange mit dem eigentlichen Favoriten mit und kassierten durch drei, vier Anfängerfehler besonders im letzten Spielabschnitt diese Niederlage. Auf alle Fälle war das erste Rostocker Eishockey-Derby nach sehr langer Zeit eine Bereicherung des Sports in der Hansestadt. Dabei sind die Kodiaks noch nicht da, wo sie bei entsprechendem Training und mehr Spielpraxis hinkommen können.

Torfolge:  1:0 (6.), 1:1 (7.), 1:2 (12.), 2:2 (22.), 2:3 (27.), 2:4 (33.), 3:4 (39.), 3:5 (54.), 3:6 (54.), 4:6 (56.) und 4:7 (57.).

Strafen: Kodiaks 6 Minuten, Barracudas 14 Minuten

EC Kodiaks mit Marcus Strohschen, Volker Wuttig – Volker Brenzel, Tino Lindstedt, Robert Weigel, Ulf Klein, Ingo Eggert, Matthias Wieck, André Pentz, Tom Schweizer - Rayk Schröder, Immo Ait Stapelfeld, Gunnar Bandlow (0 Tore/2 Vorlagen), Marko Westendorf (1/0), Mirko Bardele, Norman Pentz, Benjamin Kasperek (1/0), Christop Rossow, Ralf Peeck, Roben Malorny (2/0), Erik Wacke, Sebastian Pröber (1/1).

Rostock Barracudas:  Felix Kaydan, Ingo Maßmann - Holger Peters, Marcel Heller, Marc Rettschlag, Ralf Petruschka - Oliver Schatz, Jan Kelbel (1/0), Axel Götz (1/0), Phil Bergemann (1/1) , Julius Ernestus, Bernd Radke (0/1), Johannes Berg (1/0), Martin Doerier (1/1), Daniel Ternick (2/1), Robert Junge (0/1).

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