PREVIEW: ... offene Rechnungen begleicht man – manchmal auch erst später!

3.Spieltag: Rostocker NASENBÄREN – SaltCityBoars Lüneburg, Sa. 18.04.2009


Rostock, 15.04.2009

Wenn zum Heimspielauftakt der NASENBÄREN am Samstag, den 18.04.2009, die „SaltCityBoars“ aus Lüneburg in der Arena im Bertha-von-Suttner-Ring auflaufen, schließt sich der Kreis. Vor mehr als 2 Jahren spielten die Rostocker zur Saisonvorbereitung ein Freundschafts- bzw. Testspiel gegen die Heidestädter, das schließlich ganz und gar „unfreundlich“ mit einem Spielabbruch endete.

Eine Art Rückspiel hat es danach nie gegeben, da die Keiler nach der Saison 2007 den Gang in die 2. Liga antreten mussten und die NASENBÄREN ins Oberhaus aufstiegen. Ohne nachtragend zu erscheinen, fühlten die Warnowstädter, dass das Ergebnis von 3:6 bei Spielabbruch seinerzeit nicht das Leistungsvermögen und den Spielverlauf widerspiegelte und wollen diesem Eindruck nun am Samstag beim ersten Heimspiel der Saison 2009 Nachdruck verleihen sowie endlich die ersten Punkte einfahren. Nominell gelten die Salzstadtkeiler zwar, neben den Ahauser „Maidy Dogs“ und den „Pumpkins“ Oldenburg, als Aufsteiger, haben aber, wie erwähnt, schon einiges an Erstliga-Erfahrung vorzuweisen. Schwer verdauen mussten die Bergstädter sicher den Abgang von National-Torhüter Jan-Philip Fiege, der Anfang 2008 zum Lokalrivalen nach Bissendorf wechselte und in Lüneburg auf seiner Position große Fußstapfen hinterließ, doch mit dem Späteinsteiger Helge Koenecke scheinen die Keiler seit dem letzten Jahr Ersatz gefunden zu haben, der nicht bloß als „Notbesetzung“ dient. Und so starteten die Niedersachsen auch in diese Spielzeit schon aussichtsreich und konnten mit Heimsiegen über die beiden oben genannten Mitaufsteiger bereits die ersten 4 Punkte sammeln. Lediglich beim Vizemeister 2008, den Highlandern Lüdenscheid, folgte die zu erwartende Auswärts-Niederlage, die mit 3:12 jedoch dann recht deftig ausfiel.
Aber auch bei den NASENBÄREN ist noch Einiges an ungenutztem Potential vorhanden, stehen die Kramarenko-Schützlinge doch nach 2 verlorenen Auswärtspartien bislang noch ohne Punkte und auf dem vorletzten Tabellenplatz da. Die Chancen, dass sich dies am Samstag ändern könnte, stehen zumindest besser als bei den beiden vorangegangenen Begegnungen in der Fremde. Zum einen vertrauen die Hausherren natürlich auf die Unterstützung ihrer treuen Fans, zum anderen sitzen am Wochenende dann hoffentlich wieder ein paar mehr NASENBÄREN auf der Spielerbank, sodass der personelle Engpass, unter der die Hansestädter auswärts stets zu leiden haben, dann hoffentlich nicht zum Tragen kommt. Dass auch konditionell bei den Mecklenburgern noch nicht alles beim Alten ist, zeigte die Session über Ostern, als man mit 3 kleinen Teams von nur 6 Feldspielern trainierte, die Beine aber nach kräfteraubenden 8 x 15 Minuten mit quälend langen Wechseln doch zusehends schwerer und die Aktionen merklich langsamer wurden.
Nichtsdestotrotz gilt es am Samstag, will man in der starken Nordgruppe überleben und den Klassenerhalt schaffen. Die Playoff-Teilnehmer Bissendorf, Duisburg, Lüdenscheid und Essen sind wohl auch in zu Hause in Rostock sicher schwer zu knacken. Der Ahauser SV lässt sich momentan noch nicht auseichend gut einschätzen, doch die Oldenburger zeigten bereits beherztes Auftreten und unterlagen in Bissendorf und Essen mit disziplinierter Spielweise und starker Defensiv-Leistung oft nur knapp, sodass es 2009 wohl noch um einiges schwerer werden wird, das Saisonziel -Platz 5- zu erreichen.

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