Vorschau auf den 1. Spieltag der 1. Inlineskaterhockey-BuLi-Nord

PREVIEW: Von Null auf Hundert ... in einer Woche

Crash Eagles Kaarst – Rostocker NASENBÄREN, Sa. 21.03.2009

Rostock, 17.03.2009  

Alle Jahre wieder quälen sich die NASENBÄREN aus dem wohlverdienten „Winterschlaf“ und wie schon vergangene Spielzeit kommt der Saisonstart für die Nordlichter viel zu früh. Nicht nur, dass viele Akteure immer noch in der gerade zu Ende gehenden Eishockey-Saison gebunden sind und auch die Vorbereitung gerade erst so richtig begonnen hat – nein, auch kein einziges Vorbereitung- oder Testspiel kann der Vorjahres-Fünfte der Skaterhockey-Bundesliga-Nord bislang vorweisen. Da sind viele Skaterhockey-Clubs leider oft schon um Wochen weiter. Dort heißt es z.T. seit Ende Januar bereits: Spinning, Kraft- und Spieltraining; so auch beim ersten Gegner der Warnowstädter am 21.03.2009, den Crash Eagles Kaarst.

Die Neusser konnten bereits einige ihrer vielen Testspiele, so z.B. beim 15:5 gegen die Bockumer Bulldogs (2. BL-N), beim 12:5 gegen die Commanders Velbert (2. BL-S) sowie beim 7:5 gegen den Liga-Konkurrenten Rockets Essen, gewinnen und beweisen damit bereits ansprechende Frühform. Lediglich beim Deutschen Vizemeister 2008, dem HC Köln-West (1. BL-S), zog man mit 1:7 deutlich den Kürzeren. Doch das soll nicht unbedingt die Maßstab sein – in der leicht umgestellten Nordgruppe, aus der die Mendener Mambas und die Samurai Iserlohn in die Südgruppe wechseln und die durch die 3 Aufsteiger (Pumpkins Oldenburg, SaltCityBoars Lüneburg & Ahauser SV) komplettiert wird, wollen es die Eagles dieses Jahr am Ende sicher weniger mit dem Abstiegskampf als mit den Playoff-Plätzen zu tun haben. So schmerzt der Abgang von Eagles-Topscorer, Oliver Latocha, zum Deutschen Meister nach Duisburg, zwar wahrscheinlich etwas, kann aber sicher mannschaftlich kompensiert werden. Garanten und Zielbereiter für dieses Unternehmen sollen die vielen Stammkräfte um die Goalgetter Marco Hellwig, Mike Höfgen sowie Sascha Drehmann bilden, die bereits zum erweiterten Kreis der Nationalmannschaft gehören und auch der eigene Nachwuchs generiert immer wieder junge Talente, die über die verschiedenen Nachwuchsmannschaften der Adler erfolgreich an den Spielbetrieb im Oberhaus herangeführt werden konnten.  

All das sind Dinge, von denen man in Rostock momentan nur träumen kann. Die Breite des Bundesliga-Kaders bereitet Vereinsvorsitzendem Christian Ciupka momentan auch am meisten Sorgen, können die NASENBÄREN denn am Samstag voraussichtlich gerade einmal 2 Blöcke an den Start schicken. Auch die noch mangelnde Spiel-Abstimmung, bedingt durch lediglich eine Handvoll gemeinsamer Trainings-Sitzungen, trägt nicht gerade zur Euphorie in den Reihen der Hanseaten bei und so formulierte er die Zielsetzung für den Saisonbeginn auch eher verhalten: „Wir haben quasi keine nennenswerte Vorbereitung absolvieren können, hinzu kamen ungeplante Schwierigkeiten, was den Austragungsort unserer Heimspiele, betraf (NEU: immer Sa., 19 Uhr Sporthalle im Bertha-von-Suttner-Ring/Rostock-Toitenwinkel). Viele der Jungs sind noch im „Wintermodus“ und stoßen erst nach und nach wieder aus dem Eishockey-Spielbetrieb zur Mannschaft. Trotzdem möchten wir uns natürlich, auch zum Saisonstart, so teuer wie möglich verkaufen. Genau so wie im letzten Jahr wird es aber schwer, speziell auswärts und mit gewohnt kleinem Kader, die z.T. langfristig angelegte Vorbereitung der anderen Teams aufzuholen und den einen oder anderen Punkt zu holen. Wie schon 2008 werden wir, ähnlich einem Dieselmotor, wahrscheinlich etwas „holpriger“ in die Saison starten, dann aber sicher hinten heraus wieder etwas mehr Dampf entwickeln, auch weil ich noch mit zwei/drei echten Verstärkungen während der laufenden Saison rechne. Die sollten uns helfen, zu Beginn verlorenen Boden wieder gutzumachen, damit wir hoffentlich möglichst früh auch nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun haben.“ Für Brisanz ist zum Auftakt der Saison in Kaarst aber auf jeden Fall gesorgt, denn die Adler haben noch eine Rechnung mit den Hanseaten zu begleichen – im NASENBÄREN-Heimspiel Mitte August sah es 5 Minuten vor Ultimo, beim Stand von 5:8, sehr nach einem Auswärtserfolg für die Schützlinge von Coach Hellwig aus, doch gaben sie die Partie am Ende noch, mehr als unglücklich, mit 9:8 aus der Hand. Diesmal scheinen die Rollen jedoch anders verteilt   - aufgrund der Vorzeichen gehen die Hausherren in der Dreifachturnhalle Kaarst sicherlich als Favoriten in die Begegnung, denn die Crash Eagles bekommen es am Samstag zwar sicher nicht gerade mit dem spielstärksten NASENBÄREN-Team zu tun. Sie werden aber trotzdem kämpfen müssen, denn mit der Post schicken die Mecklenburger die 2 Punkte ja bekanntlich nie.

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