Foto: Georg Scharnweber








Hallenprojekt weiter vorangebracht

Die Rostocker Nasenbären errichten ihr neues Domizil in Eigenregie und ohne Fördermittel / Der Spatenstich soll im Herbst erfolgen

von Klaus-Peter Kudruhs

Wie in den meisten Sportarten war es entsprechend der Corona-Umstände auch um die Akteure des Inline-Skaterhockey-Clubs der Hansestadt recht still. Doch einen „Winterschlaf“ hielten die Rostocker Nasenbären nicht. „Wir haben unser Hallenprojekt weiter vorangebracht. Organisatorisch und sportlich gab es für die Serie 2020 einiges an Arbeit. Es musste angesichts der Lage umgedacht sowie neue Wege gesucht und beschritten werden“, sagt Nasenbären-Chef Christian Ciupka.

Zwischenzeitlich ist die Baugenehmigung für das neue Domizil der Nasenbären mit Straßenbahn-Anschluss in Marienehe erteilt worden. Die Nasenbären werden ihre Halle ohne Fördermittel und mit viel Eigenleistung errichten. Die Planung dafür liegt in den letzten Zügen. Aktuell geht es auch schon konkret darum, wer die Aufträge für die Arbeiten vom Fundament bis hin zum Dach mit allem Drumherum ausführen wird. Der Spatenstich wird dann vollzogen, wenn die letzten Dekontaminierungsarbeiten beendet und alle Kontrollen damit abgeschlossen sind. „Der Baustart könnte schon im Herbst erfolgen. Wir haben durch kluges Wirtschaften einige Mittel angespart, die uns schon gut voranbringen können. Außerdem hoffen wir, in Eigenleistung doch einige Dinge selbst erledigen zu können. Jede Arbeitsstunde auch durch unsere Fans ist dabei willkommen. Die Halle soll unser Eigen mit viel Herzblut werden, auch wenn es doch mit der Fertigstellung ‚Step by Step‘ etwas länger dauert“, so Ciupka weiter.

Sportlich war in den vergangenen Wochen „Online-Training“ angesagt. Die Trainer und Betreuer haben ihren Schützlingen konkrete Aufgaben für Ausdauer und Kondition mitgegeben, die dann selbstständig ausgeführt werden sollten. „Öfter sah man die zweibeinigen Nasenbären so unter Einhaltung der Quarantäne-Bestimmungen durchs Gelände toben. Hinzu kamen hockeyspezifische Einzelübungen, die als konkretes Ergebnis mit Hilfe einer entsprechenden App oder von Internet-Protokollen abgefragt wurden“, berichtete Christian Ciupka. „Wir dürfen jetzt wieder mit dem Gruppentraining in der Halle beginnen und werden dann sehen, wer ehrlich gearbeitet hat und wer etwas mogelte.“

In jedem Fall wollen alle fit sein, wenn voraussichtlich von September bis Dezember in den ostdeutschen Ligen die Meisterschaft ausgetragen wird. Zumindest ist das die große Hoffnung der Hansestädter. Die Nasenbären würden in jedem Fall die Bambinis (U 10), die Schüler (U 13), die Männer und das Hobby-Team ins Rennen schicken. Bei der Jugend (U 16) und den Junioren (U 19) wird die Teilnahme noch einmal geprüft, weil viele Nasenbären auch für den REC auf den Eisflächen unterwegs sind.

Für den Vereinsvorsitzenden Christian Ciupka kam zwischenzeitlich eine weitere Aufgabe hinzu. Der Funktionär, Trainer und Spieler der Nasenbären ist seit März ehrenamtlicher Präsident des Landesfachverbandes für Roll- und Inlinesport. „Hier sind die Sportarten Rollkunstlauf, Speedskaten, Skateboarden und Inline-Skaterhockey für Mecklenburg-Vorpommern zusammengefasst. Unser Ziel ist es, weitere Mitgliedsvereine zu gewinnen und eine bessere öffentliche Wahrnehmung zu gewährleisten. Mit der neuen olympischen Disziplin Skateboarden, vereinfacht Sport auf dem Rollbrett, kann dies durchaus sehr gut gelingen“, so Christian Cuipka.


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