Deutsche Meisterschaft der Schüler U13 mit Rostocker Nasenbären

 

Tormädchen Marie Haack und Mia Warluks als Beste

 

Von Klaus-Peter Kudruhs

 

VELBERT.   Neu Mannschaften kamen und wollten den deutschen Titel der Schüler im Inline-Skaterhockey 2019 erobern. Darunter auch das Team der Rostocker Nasenbären um Trainer Jürgen Brümmer, das in der Endabrechnung „nur“ den neunten Platz belegte. Sicher gab es bei der Mannschaft und den mitgereisten Fans keinen Riesenjubel, aber man war dabei und hat Mecklenburg-Vorpommern ordentlich vertreten. „Sei’s drum, Favoriten waren sowieso andere“, so der Rostocker Coach im Nachhinein. „Jetzt hoffe ich, dass unsere Mädel und Jungen gesehen haben, wie es gehen kann und für den Erfolg auch gehen muss. Alle Akteure haben sicher etwas dazugelernt.“

Die jungen Rostocker Cracks hatten eine starke Vorrunde und mussten gleich gegen den CE Kaarst rann, der letztendlich dann den Vizetitel holte. Die Nasenbären hielt gut dagegen und sicherten bis zur Pause ein gerechtfertigtes 0:0-Unentschiden. Als im zweiten Teil die Kräfte schwanden, war gegen die cleveren Gegner ein 0:4 nicht zu verhindern. In der zweiten Partie gegen den TV Augsburg, der Kaarst mit 0:7 unterlegen war, hatten sich die Rostocker mehr als die am Ende deutliche 1:10-Pleite ausgerechnet. „Nach dem 1:3 zur Pause wollten wir im zweiten Abschnitt es besser machen. Wir kamen aber nie richtig ins Spiel. Es fehlte auch der unbedingte Wille“, war der Trainer doch etwas enttäuscht. So auch von den 1:8 gegen den HC Merdingen und das 0:1 gegen Polarstern Potsdam in der Zwischenrunde. „Merdingen hat etwa unser Liganiveau, aber unsere Leistung war im Vergleich wirklich nicht gut“, schätze Jürgen Brümmer ein. „Gegen Potsdam waren wir hellwach, hatten die besseren Torchancen. Doch die Potsdamer machten kurz vor der Sirene den Siegtreffer.“ So blieben nur noch zwei Spiele erneut gegen den HC Merdingen um den achten Platz. Jetzt wollten es die Rostocker Nasenbären eigentlich wissen. „Es entwickelte sich zunächst ein Spiel auf Augenhöhe. Der Zug zum gegnerischen Tor war mit einer schnellen 2:0-Führung da“, berichtete der Trainer.

Merdingen schaffte vor der Pause noch den 2:1 Anschlusstreffer. „Im zweiten Spielabschnitt sah ich meine Mannschaft wie ausgewechselt, kein Kampf, kein Zug zum Tor mehr.“ So machte Merdingen jetzt das Spiel und gewann mit 5:2 Toren. Eine 0:3-Niederlage dann auch im zweiten Vergleich. So blieb dem Turnierneunten in Velbert nur noch, die Düsseldorf Rams zum Meistertitel herzlich zu gratulieren.

Das abschließende Fazit von Jürgen Brümmer: „Wenn man gegen Kaarst nur mit 0:4 verliert, sollte das Selbstvertrauen geben. Warum wir aber im zweiten Drittel immer so eingebrochen sind, ist mir unerklärlich. Ich habe die Mannschaft davor gewarnt, dass sie die Gegner nie zu leicht nehmen sollte. So bin ich schon enttäuscht. Es war in der Zwischenrunde mehr drin. Dann hätten wir um die Plätze 5 bis 7 gespielt.“ Der Trainer benannte aus seinem Team die Tormädchen Marie Haack und Mia Warluks als beste Akteure bei den Deutschen Meisterschaften.

kpk

DM

h.R.v.l. Charlotte Zych, Gunnar Gläser, Greta Puckhaber, Tezey Liseykina, Anthony Kühl, Yan Shchebetowskyi, Felix Gläser, Lisias Lilienthal, Jürgen Brümmer

m.R.v.l. Sophie Hameister, Felix Hübner, Vincent Schaumlöffel, Jesse Hübner, Lennart Bonau

v.R.v.l. Marie Haack, Mia Warluks


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