Inline-Skaterhockey - Bilanz für 2019 bei den Rostocker Nasenbären

 

Nachwuchs steht bei den Nasenbären ganz oben an

 

NNN-Gespräch mit Vereinschef Christian Ciupka nach der Saison 2019

 

ROSTOCK.    Zwar werden die Inline-Skaterhockey-Cracks der Schüler U13 und der Junioren U19 von den Rostocker Nasenbären noch bei der Endrunde zur Deutschen Meisterschaft im Dezember in Aktion sein, aber die meisten Akteure des Vereins, der jetzt fast 200 eingeschriebene Mitglieder hat, gehen in die „Winterruhe“, die aber keine ist. Anlass für NNN-Mitarbeiter Klaus-Peter Kudruhs den Spieler, Trainer und Vereinsvorsitzenden Christian Ciupka zur Bilanz 2019 zu befragen.

Wie schätzt der Vorstand die Entwicklung in den Mannschaften ein?

Beginnen wir bei den Männern. In der Regionalliga Ost wurde mit dem Erreichen der Play Offs das Saisonziel realisiert. Wir integrierten weitere Nachwuchsspieler. Die Trainingsintensität sowie das Zusammengehen von Nachwuchs- und Herrenspielern sind noch ausbaufähig. Die Nominierung von Eric Tackmann für die deutsche U-19-Auswahl zeigt, dass dieser Weg richtig ist.

Nicht gerade leicht hatten es unsere Junioren U19. Nach schlechtem Start steigerte sich die Mannschaft aber von Spiel zu Spiel. Durch den Einbau der Jugendspieler Maurice Dragon, Stephan Steinke und Richard Ulbrich konnte der Ausfall der länger Verletzten Max Oehler und Caja Fittkau halbwegs kompensiert werden. Alle machten ihre Sache gut, was am Ende Platz 4 einbrachte.

Bei der Jugend U16 galt es diese Mannschaft neu zu formieren und auch an die ältere Altersklasse zu gewöhnen. Ohne Namen nennen zu wollen, einige Spieler konnten mit sehr guten Leistungen überzeugen und werden in Zukunft noch mehr auf sich aufmerksam machen. Letztlich war sogar mehr als der dritte Platz in der BISHL drin. Aber auf die DM-Teilnahme hat das Team von sich aus verzichtet.

Bei den Schülern U13 war einiges anders vor Saisonbeginn geplant. Aber durch den Abgang von gleich acht Spielern musste einiges umgestaltet werden. Da der Verein in dieser Altersklasse jedoch sehr viele Mädchen und Jungen hatte und noch hat, war der Spielbetrieb nie gefährdet. Durch den Einsatz eines offiziellen und eines inoffiziellen Teams konnten alle viel Spielpraxis sammeln. Die Bronzemedaille war  so auch verdienter Lohn für den Einsatz aller.

Vielleicht auch noch ein Wort zu den Bambinis und zur Laufschule?

Gestartet mit einem Team und ab dem dritten Turnier mit bis zu zwei Teams agierend, ging es bei den Bambinis U10 stetig bergauf. Die A-Mannschaft erreichte sehr gute Turnierergebnisse. Sie überzeugte mit einer tollen Spielanlage für diese Altersklasse. Auch im kommenden Jahr ist ein Start mit zwei Teams geplant. Wir hoffen, dass auch alle anderen Vereine weiter Nachwuchsarbeit mit den Bambinis betreiben, um im kommenden Jahr wieder mindestens sieben Teams im Spielbetrieb zu haben.

Grundsätzlich bieten wir das ganze Jahr über ein zweistündiges Inline-Skater-Laufschul-Training für Mädchen und Jungen zwischen vier und zehn Jahren an. Aktuell ist das Training jeweils am Samstag von 9.00 bis 10.00 Uhr in Lütten Klein (Halle Danziger Straße) und ebenfalls samstags von 9.00 – 11.00 Uhr in der kleinen Sporthalle in Sanitz möglich. Zusätzlich kooperieren wir mit der Grundschule „Lütt Matten“ in Lütten Klein und der Grundschule Sanitz. Die Kinder können jeweils bis Schuljahresende den Bronze-, Silber- oder Gold-Skater-Pass erwerben.

All das ist doch sicher nicht uneigennützig vom Verein?

Grundsätzlich ist es unser Hauptziel, kontinuierlich den Nachwuchsbereich weiter auszubauen. Durch den Einsatz von mehreren Trainern werden wir dies erreichen. Deshalb ist es wichtig, weitere befähigte Inline-Skater-Cracks auch für die Trainerarbeit zu finden und entsprechend auszubilden.

Wann kommt für diese Vorhaben endlich die eigene Halle?

Unsere Mitgliederzahl ist um fast 25 Prozent angewachsen. Und weiterer Zuwachs wird nicht ausbleiben. Damit einhergehend stoßen wir natürlich an bestimmte Kapazitätsgrenzen bei Trainern, Trainingszeiten und einiges andere mehr. Daher ist es umso wichtiger, dass wir neben dem sportlichen Aspekt auch unser großes Projekt „Bau einer eigenen Halle“ jetzt konsequent vorantreiben. Der Verein hat sich zum Jahresbeginn dazu entschlossen, den Bau ohne die eigentlich schon bewilligten Fördermittel  von 500.000 Euro zu realisieren. Aktuell findet dafür in Marienehe die Dekontaminierung des Grundstückes statt und es läuft das Bauantragsverfahren. Der Verein hofft auf eine Baugenehmigung zum Jahresanfang 2020. Anschließend soll das Projekt schnellstmöglich gestartet und realisiert werden.

Einsätze, Tore und Vorlagen der Rostocker Nasenbären in der Regionalliga Ost der Männer:

Insgesamt 10 Spiele mit 6 Siegen und 4 Niederlagen

Zweiter (18 Punkte aus 8 Spielen in der Staffel B hinter Red Devils Berlin II, 24 Punkte, dem späteren Regionalliga-Meister)

Play Offs mit zwei Niederlagen (4:6, 4:6) gegen Spreewölfe Berlin in der ersten Runde gescheitert

Mannschaftformation: Chris Tim Apel (5 Einsätze), Theresa Zick (4), Paul Burow (3) und Ringo Ulbrich (2) im Tor sowie Robert Eichelbaum (9 Einsätze/ 4 Tore/ 6 Vorlagen), Tony Schulze (9/6/5), Andreas Schultz (9/11/6), Thomas Laatz (8/9/6), Ole Gau (6/4/3), Steven Gruhlke (9/3/4), Tom Tackmann (10/1/4), Jürgen Brümmer (8/12/13), Christian Ciupka (10/22/18), Eric Tackmann (7/5/0), Valeriy Guts (8/13/9), Sven Richter (1/1/0), Jakub Urbisch (1/2/2), Finn Bramann (1/3/1), Bjarne Unger (1/0), German Schlegel (1/0)und Moto Winkler (1/0) als Feldspieler.

Trainer: Michal Besouzka

Vorsitzender

Nasenbären-Chef, Spieler und Trainer Christian Ciupka stand zur abgelaufenen Saison Rede und Antwort. In der Scorer-Liste des Rostocker Regionalliga-Teams nimmt er mit 40 Punkten (22Tore und 18 Vorlagen) in Einsätzen den ersten Platz ein.

Foto: Verein

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