Nasenbären machen Double perfekt
Inline-Skaterhockey: Nach dem Pokalsieg holen sich die Rostocker auch die Ostdeutsche Meisterschaft

Von André Gericke

ROSTOCK Die Rostocker Nasenbären haben sich das Double gesichert und nach dem Gewinn des Ostdeutschen Pokals auch die Ostdeutsche Meisterschaft gewonnen. „Wir haben das Optimum aus der Saison herausgeholt und sind natürlich sehr froh darüber“, sagt Nasenbären-Chef Christian Ciupka nach dem entscheidenden 9:6 (1:1, 3:2, 5:3)-Erfolg über die Powerkrauts Berlin.
Nachdem beide Teams jeweils ihr Heimmatch gewonnen hatten, fand der finale Showdown am Mittwoch in Fürstenwalde statt. „Wir wollten die große Fläche ausnutzen, agierten zunächst defensiv und wollten, dass der Gegner sich müde läuft. Das hat im Grunde sehr gut geklappt und auch vom zwischenzeitlichen 1:3 ließen wir uns nicht aus dem Konzept bringen“, so Ciupka. Zudem hatten die Rostocker in Tomas Fejfar diesmal einen eiskalten Vollstrecker. Acht der neun Nasenbären-Treffer gingen auf das Konto
des Angreifers. „Tomas war nach den anderen Spielen ziemlich sauer auf sich, weil er viele Chancen ausgelassen hat. Diesmal war er kaltschnäuziger. Wenn gleich ihm acht Tore gelangen, war es eine geschlossen Mannschaftsleistung, denn unsere Spielweise war darauf ausgelegt, dass er nach Ballgewinnen rasch per Konter den Weg zum gegnerischen Tor sucht“, erklärt Christian Ciupka.
Noch im Mitteldurchgang drehten die Hansestädter das Duell und gingen mit 4:3 in Führung. „Danach sind wird fast perfekt in den Schlussabschnitt gestartet und gingen vorentscheidend mit 8:4 in Führung. Der Erfolg ist umso bemerkenswerter, weil uns mit Stürmer Eric Haiduk wegen einer Schulter-eckgelenksprengung ein ganz wichtiger Spieler fehlte sowie die Junioren Andreas und Tony Schultze das komplette Spiel aushelfen mussten“, sagt Ciupka.
Mit dem Gewinn des Titels haben sich die Rostocker das Aufstiegsrecht zur 2. Bundesliga erkämpft. Ob sie diesen Weg gehen werden, steht noch nicht fest. „Wir müssen entscheiden, ob es sportlich und wirtschaftlich Sinn macht. Wir haben viele junge Spieler. Da muss man ehrlich darüber nachdenken, ob es
schon reicht. Zudem wäre unsere kürzeste Auswärtstour nach Hannover ansonsten gehts ins Ruhrgebiet“, so Christian Ciupka.


Nasenbären: Mikl, Apel – Ciupka 0Tore/2Vorlagen, Tackmann, Brümmer 0/1, A. Schultze, T. Schultze, Fejfar 8/1, Krucek 1/4, Laatz

Meister
Das erfolgreiche Team der Nasenbären, hinten von links: Tom Tackmann, Martin Krucek, Tony Schultze, Thomas Laatz, Andreas Schultze.
Vorne von links: Petr Mikl, Tomas Fejfar, Christian Ciupka, Chris Apel, Jürgen Brümmer FOTO: ROSTOCKER NASENBÄREN

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