Rostocker Nasenbären in der Regionalliga Ost 2018

Rostocker Nasenbären – Red Devils Berlin II 6:7 (2:3, 0:3; 4:1)

 

Nasenbären-Blackout im zweiten Drittel

 

ROSTOCK    Mit Respekt, aber ohne Hemmungen wollten die Männer der Rostocker Nasenbären ihr sechstes Saisonspiel in der Regionalliga Ost für Inline-Skaterhockey gegen die Reserve des Zweiligisten Red Devils aus Berlin bestreiten und weiterhin ungeschlagen bleiben. Am Ende erwiesen sich die Hausherren vor 120 Zuschauern im WIRO-Sport-Center in Toitenwinkel als nicht stark genug, um erfolgreich zu sein. Die Nasenbären unterlagen mit 6:7 (2:3, 0:3, 4:1) zwar knapp, spielten zwischen dem 2:1 (9.) und 2:7 (48.) aber wirklich nicht gut. Hier merkte man den Gästen aus der Hauptstadt an, dass sie regelmäßig zweimal in der Woche trainieren und so als Mannschaft auch funktionieren. Zunächst schienen aber die Nasenbären-Männer mit dem 1:1-Ausgleich durch Michal Bezouska und die erste Führung zum 2:1durch Dennis Dörner in Fahrt zu kommen. Doch der Berliner Ausgleich und deren 3:2 (18.) noch vor der Drittelpause brachte ein richtiges Chaos ins Rostocker Spiel. Während die Einheimischen doch viel Lässigkeit beim Ausnutzen weiterer Torchancen an den Tag legten und große Lücken in der Defensive offenbarten, spielten die Teufel gradlinig ihre Möglichkeiten aus. Sie waren auf die drei Punkte aus dieser Partie fokussiert, spielten vor ihrem stark haltenden Torhüter sehr diszipliniert und nutzten im Vorwärtsgang sich fast jede bietende Möglichkeit für Treffer eiskalt. So stand es nach einem mannschaftlichen Blackout über rund 40 Spielminuten 2:7 aus Sicht der Nasenbären. „Heute funktionierten wir nicht als Team“, musste sich so auch Spielertrainer Christian Ciupka eingestehen. „Unsere spielerischen Voraussetzungen waren heute vielleicht individuell besser, aber gegen eine eingespielte Mannschaft ist damit allein nichts auszurichten.“ Viel zu spät rollten dann die Rostocker Angriffe auf den Kasten der Roten Teufel. Diese verteidigte clever, leidenschaftlich und immer sehr konsequent. Die Berliner blieben bis zum Schluss mit ihren Kontern gefährlich. So stimmt es, was Berlins Julian van Lijden als „Man of the Match“ nach der Partie feststellte: „Wir haben absolut verdient gewonnen, weil wir als Team zusammengehalten und immer an uns geglaubt haben.“ So kann man den Rostocker Nasenbären nur noch zugutehalten, dass die Moral in der Mannschaft in Takt ist. Die Hausherren kämpften in den Schlussminuten bis zum Umfallen und schafften durch Christian Ciupka (2 Tore), Jürgen Brümmer und Valeriy Guts noch den Anschluss, aber nicht mehr den Ausgleich und ein Penaltyschießen für einen Punktgewinn. Die Niederlage wirkt sich nur darauf aus, das Rostock (15 Punkte aus 6 Spielen) die Tabellenführung an den amtierenden Meister Powerkrauts Berlin (18 Punkte/7 Spiele) abgeben muss. Aber die Play-Off-Runde ist von den Rostocker Nasenbären ja schon erreicht. Hier beginnt sowieso alles von vorne.

kudr

Rostocker Nasenbären:   Chris Tim Apel, Theresa Zick – Robert Eichelbaum, Christian Ciupka (2 Tore/2 Vorlagen), Kevin Piehler, Klemens Kohlstrunk (0/1), Arthur Lemmer, Michal Bezouska (1/2), Thomas Laatz, Jürgen Brümmer (1/0), Dennis Dörner (1/0), Tom Tackmann, Valeriy Guts (1/1).

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