Deutschen Meisterschaften U-16 im Inline-Skaterhockey in Rostock

 

Rostocker Nasenbären-Jugend ganz starke Vierte

 

Gastgeber im kleinen Finale gegen Düsseldorf mit 1:3 knapp an einer Medaille vorbeigeschrammt

 

ROSTOCK      „Besser geht es kaum“, so das Fazit von ISHD-Jugendwart Werner Hoffmann. Die neun Mannschaften der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft der Jugend U16 im Inline-Skaterhockey, die Ehrengäste und vor allem die Zuschauer waren von der Organisation der Titelkämpfe und dem Drumherum im WIRO Sportcenter in Toitenwinkel (Bertha-von-Suttner-Ring) begeistert. Insgesamt mehr als 500 Zuschauer fanden den Weg in die Halle und sorgten für ein unvergessliches Flair. Sie sahen insgesamt 27 Spiele mit starken Leistungen der U16-Jugendlichen. Letztendlich setzte sich das Team des Crefelder SC als Meister 2017 mit einem starken 7:1-Erfolg in Endspiel über die Bissendorfer Panther durch. Auch die gastgebenden Rostocker Nasenbären begeisterten die Fans, scheiterten sie im kleinen Finale gegen die Düsseldorf Rams, die als großer Favorit in die Hansestadt gekommen waren, doch nur knapp mit 1:3 (1:0, 0:3). Gerade in der Partie um Platz 3 hatten die Hausherren aus ihren Fehlern zuvor gelernt. Sie waren nach der 1:0-Führung durch Finn Bramann bis zum Schlusssignal immer brandgefährlich, konnten aber in der Endphase den Meister aus Nordrhein-Westfalen, der zuvor im Halbfinale Crefeld mit 4:6 unterlegen war, nicht halten. Die Nasenbären-Crew um Trainer Jürgen Brümmer konnte im zweiten Halbfinale den 3:2-Erfolg aus der Vorrunde gegen das Panther-Team aus Niedersachen nicht wiederholen und zog somit 4:6 (0:5, 4:1) den Kürzeren. In der ersten Halbzeit überrollte Bissendorf die Nasenbären mit einem 0:5 nach allen Regeln der Inline-Skaterhockey-Kunst. Als die Nasenbären dann deutlich mutiger spielten und von dem Publikum lautstark angetrieben wurden, reichte die Zeit nur noch für den 4:6-Anschluss. „Eine unnötige Strafe gegen uns sowie ein sehr schönes Tor von Bissendorf ließen es jedoch nicht zu, dass wir das Spiel noch einmal kippen“, war der Rostocker Coach etwas enttäuscht, lobt aber ausdrücklich die tolle Aufholjagd. In der Vor– und Zwischenrunde hatten die Rostocker Jungs und Caja Fittkau als einziges Mädchen noch etwas zurückhaltend agiert und dadurch nicht sehr viele Tore erzielt. Aber gegen die Berlin Buffalos (2:1), die Bissendorfer Panther (3:2) und auch gegen den ERC Ingolstadt (3:1) wurde gewonnen. Nur in der Zwischenrunde gegen den haushohen Favoriten Düsseldorf Rams (0:7) war die Rostocker Mannschaft etwas überfordert. „Wohl überwältigt vom erreichen des Halbfinales und gleichzeitig mit großem Respekt gegenüber dem NRW-Meister aus der Skaterhockey-Hochburg) kam es wie es kommen musste. Unser Team fand von Anfang an nicht ins Spiel. Zusätzlich merkte man jetzt auch jedem an, dass die Kräfte ein wenig nachließen mit dem vierten Spiel am ersten Tag“, nahm Jürgen Brümmer seine Mannschaft in Schutz. Und Nasenbären-Vorstandschef Christian Ciupka ergänzte: „Der vierte Platz bei einer Nachwuchs Deutschen Meisterschaft ist bislang das beste Resultat in unserer Vereinsgeschichte. Es war auch das intern gesetzte Ziel. Das Team war zwar wegen dem verpassen einer Medaille ein wenig enttäuscht, kann aber stolz darauf sein, dass Rostock mit den Topvereinen Deutschlands im Nachwuchs mehr als nur mithalten kann. Insgesamt habe ich auch festgestellt, dass alle Teams ein sehr hohes spielerisches Niveau zeigten. Dieses Resultat zeigt auch, wie wichtig es ist, den geplanten Hallenneubau im nächsten Jahr 2018 umzusetzen, um noch mehr Kinder und Jugendliche zu sportlichen Höchstleistungen zu befördern.“ Der abschließende Dank geht an die vielen Helfern, die in der Vorbereitung und direkt bei der Durchführung vor Ort waren. Die Rostocker Nasenbären haben es geschafft, dass die Hansestadt unmittelbar vor ihrem 800-jährigen Jubiläum sportlich in aller Munde ist, zumindest bei den Inline-Skaterhockey-Cracks in Deutschland.

Klaus-Peter Kudruhs



Deutsche Meisterschaft

Rostocker Nasenbären U16: Ringo Ulbrich, Paul Jonas Burow - Bjarne Unger (2 Tore/ 1 Vorlage), Max Oehler (0/1), Sascha Manuel Albrecht (2/1), Finn Bramann (3/1), Maurice Dragon, Caja Fittkau (2/0), Mathieu Duyster, Nils Herzog (2/5), Eric Tackmann (2/0), German Schlegel, Ernest Schlegel, Lucas Johannes Trojan, Arthur Kreuz. Kjell Unger, Eric Scherlipo.

Endresultat der Meisterschaft: 1. Crefelder SC; 2. Bissendorfer Panther; 3. Düsseldorf Rams; 4. Rostocker Nasenbären 5. ERC Ingolstadt Lumberjacks; 6. Sputniks Fürstenwalde; 7. IHC Atting ; 8. Berlin Buffalos; 9. Bergedorf Lizards Hamburg.

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