Inline-Skaterhockey-Club Rostocker Nasenbärengeht ins 11. Jahr

Premiere 2016: Nasenbären treffen auf Rote Teufel

Rostock

Um Ostern herum ist immer so das Ende des „Winterschlafs“ bei den Rostocker Nasenbären. So auch diesmal mit dem 10. Pokalauftritt. Gab es in den letzten drei Jahren für einen Teil der sportlichen Akteure immer noch ein recht erfolgreiches Zwischenspiel als Rostocker Kodiaks bei der Landesmeisterschaft im Eishockey, so diesmal nicht. „Der Verzicht auf Eishockey als Wettkampf bedeutet aber nicht, dass wir wirklich im Winterschaft waren“, informierte Christian Ciupka als Chef des 1. Inline Hockey Club Rostocker Nasenbären e. V., wie der Verein offiziell heißt. „Gerade in den letzten Monaten investierten wir viel Zeit und Kraft, um alle Voraussetzungen zu schaffen, dass noch in diesem Sommer mit dem Bau einer eigenen Trainings- und Wettkampfstätte in Marienehe begonnen werden kann.“ Dieser organisatorisch aufwendige Akt ist die Grundlage, damit die Zukunft des Klubs auf soliden Füßen steht. Sportlich verabschiedeten sich die Nasenbären vorerst aus der ersten (viermal dabei) und zweiten Bundesliga (sechsmal dabei). „Ohne richtige Trainingsmöglichkeiten in der Winterpause und einer entsprechenden direkten Vorbereitung sind die höchsten Spielklassen nicht mehr zu stemmen, weder materiell noch organisatorisch. Deshalb wollen wir jetzt aus dem eigenen Nachwuchs heraus eine Mannschaft formieren, die nach der Fertigstellung unserer Halle auch wieder Gedanken an die Bundesliga verschwenden kann“ so der Vereinschef mit einen Blick auf das Geplante. In der Saison 2016 werden die Rostocker Nasenbären so vorerst deutlich kleinere Brötchen backen. Sie spielen in der acht Mannschaften starken Regionalliga Ost, verzichten dabei auf gestandene Spieler, wenn sie nicht in Rostock beheimatet sind, trainieren und spielen wollen, und werden mit jungen Akteuren, die Hälfte des Kaders ist deutlich unter 20 Jahren, ein Perspektivteam auf die Platte schicken. Dazu gehört auch noch das U19-Juniorteam, das in einer eigenen Liga dieser Altersklasse in Aktion tritt. Weiterhin werden wieder eine Jugendmannschaft (U16), eine Schülervertretung (U13), die zuletzt den 5. Platz bei den Deutschen Meisterschaften 2015 belegte, sowie die Bambini-Truppe (U10) am regelmäßigen Spielbetrieb im Osten teilnehmen. Mit erfahrenen Trainern wie Jürgen Brümmer, Christian Ciupka, der aber auch selbst noch spielen wird, Jens Kisshauer und David Pizzini trainieren die Nasenbären seit dem 1. April in der Sporthalle Danziger Straße in allen Altersklassen regelmäßig. Weiterhin werden Kurse angeboten, um das Laufen auf den jeweils vier Rädern an den Füßen zu erlernen. Die Laufschulen als Bestandsteil der Vereinsarbeit wenden sich an Interessenten aller Altersgruppen.
In der Liga sind für das Männerteam die Bravehearts, der Eissport- und Schlittschuh-Club (ESC), die Red Devils, die Powerkrauts, die Spreewölfe und die SG StraTus aus Berlin die Gegner. Hinzu kommen noch die Pleiszegeier aus Leipzig. Die Roten Teufel aus der Hauptstadt sind am 17. April der erste Heimspielgegner der Rostocker Nasenbären. Aus der letzten Heimspielstätte OSPA Arena, die einen neuen Fußboden über den Sommer erhalten soll, wechseln die Rostocker für alle Spiele in der Meisterschaft 2016 wieder in das WIRO-Sportcenter Bertha-von-Suttner-Ring nach Toitenwinkel.
Der Meister aus der Regionalliga Ost ist natürlich dann für die zweite Bundesliga aufstiegsberechtigt. „Das ist aber kein Thema für unsere neue, junge Mannschaft. Wir wollen gut mitspielen, viel lernen und dann sehen, wie weit wir kommen bis unsere eigene Halle eingeweiht wird“, meinte Christian Ciupka im Gespräch zur bevorstehenden Saison abschließend.

rkud

Clemens Buhler (vorne) und Andreas Schultze gehören zu den hoffnungsvollen Talenten bei den Rostocker Nasenbären
Foto: Verein/Steffi Rathje


Formation und Termine zur Saison 2016

Mannschaft: Matthias Burmeister, Marco Sonnenberg und Henry Thode im Tor, Mirko Bardehle, Cristian Ciupka, Robert Eichelbaum, Christopher Gundlach, Felix Birkholz, David Pizzini, Lukas Richter, Tom Kutschera, Steven Gruhlke, Marcel Heller als Verteidiger, Jürgen Brümmer (soweit es die Zeit erlaubt), Thomas Laatz, Erik Wacke, Sven Richter, Florian Stockel, Ole Gau, German Klemens Yannick Möbius, Clemens Buhler, Andreas Schultze, Cedric Worch (beide mit 16 Jahren, die Jüngsten im Kader) als Stürmer.

Betreuung: Spielertrainer Christian Ciupka, Co-Trainer Jens Kisshauer, Physiotherapeutin Angela Steinbacher.

Heimspiele: Red Devils (17. April, 17.00 Uhr), Powerkrauts (25.Juni. 19.00 Uhr), Pleiszegeier (9.Juli, 19.00 Uhr), Bravehearts (17. Juni, 17.00 Uhr), StraTus /3. September (19.00 Uhr), ESC (10. September 19.00 Uhr) und Spreewölfe (17. September 19.00 Uhr)