Nasenbären im letzten Spiel am Tiefpunkt der Saison

Zweite Bundesliga Nord
Hannover Hurricanez - Rostocker Nasenbären 25:7 (9:3, 4:3, 12:1)



Hannover
Nichts Neues für die Fans der Rostocker Nasenbären. Auch im letzten Spiel der Saison kamen die Rostocker Inline-Skaterhockey-Cracks in der zweiten Bundesliga Nord um eine Pleite nicht herum. Das Team um Spielertrainer Christian Ciupka verlor auch beim Tabellenletzten Hannover Hurricanez mit 7:25 (3:9, 3:4, 1:12) mehr als blamabel. Diese sechste Niederlage in Folge war auch der Tiefpunkt einer total verkorksten Meisterschaft 2015, so dass der Großteil des zusammengewürfelten Teams froh ist, dass es keine weiteren Spiele mehr gibt. Die Nasenbären bleiben mit 12 Punkten durch 4 Siege (nur ein Drittel aller Möglichkeiten) bei insgesamt acht zum Teil derbe Niederlagen bestenfalls Fünfter, können aber auch noch auf Platz 6 abrutschen. Individuell starke Legionäre, die nur dann spielen, wenn sie Zeit, Lust und Laune haben, sind wohl doch nicht die Lösung, in der Bundesliga auf Dauer zu bestehen.
Obwohl die Rostocker Gäste in Hannover mit einem Keeper und zweieinhalb Reihen antraten, wurde durch die technische, taktische, spielerische und zunehmend auch konditionelle Überlegenheit der Hurricanez klar, wer nach 60 Spielminuten die Fläche als Sieger verlassen würde. Nach 19 Sekunden führten die Einheimischen mit 1:0, was Tim Marek nach Vorarbeit von Bruder Robin Marek aber schon beim folgenden Gegenangriff der Nasenbären ausgleichen konnte. Aber schon danach war es vorbei mit allen Rostocker Hoffnungen, den 17:4-Erfolg aus dem Hinspiel wiederholen zu können. Erst mit dem 2:6 (17.) durch Klemens Kohlstrunk auf Vorlage von Arthur Lemmer fiel der zweite Rostocker Treffer. Robin Marek um Duett mit Erik Haiduk schaffte noch ein weiteres Tor für die Gäste, eher das erste Drittel beim Stand von 3:9 beendet wurde. Der zweite Abschnitt war trotz des 3:4 aus Rostocker Sicht auch kein Spiel auf Augenhöhe. Nur drei Alleingänge von Jürgen Brümmer, Erik Haiduk und Klemens Kohlstrunk führten zum 6:13-Zwischenstand nach 40 Minuten. Das letzte Rostocker Tor zum 7:17 (49.) markierte dann noch einmal Tim Marek, der eine Vorlage von Jürgen Brümmer aufnahm und einloggte. Zwischenzeit war Rostocks Torhüter Eryk Heinze, der ja zuletzt schon ohne Training einspringen musste, verletzt ausgeschieden. Christian Ciupka versuchte sich nach Vereinchef, Spielertrainer jetzt auch noch fast 30 Minuten lang als Schlussmann. „Ich habe mich bemüht, aber ohne einen gelernten Torwart bekommt man kein Bein auf den Boden“, meinte der Ersatzgoalie. „Da entstehen dann solche Ergebnisse.“ Diese Erklärung scheint als Ursache der letzten Niederlagen dann doch zu wenig zu sein.
rkud

Rostocker Nasenbären: Eryk Heinze – Christian Herrmann (kein Tor/keine Vorlage), Christian Ciupka, Jürgen Brümmer (1/1), Arthur Lemmer (1/1), Klemens Kohlstrunk (2/0) Robin Marek (1/1), Tim Marek (2/0), Lukas Richter, Florian Stockel..


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