Land unter für die Rostocker Nasenbären

Zweite Bundesliga Nord
TGW Kassel Wizards - Rostocker Nasenbären 20:4 (9:1, 5:2, 6:1)


Kassel
In der Skater-Arena des Sportkomplex Baunatal war es bei Temperaturen von fast 40 Grad Celsius richtig heiß. Sogar noch heißer in der Montur der Inline-Skaterhockey-Cracks. Dennoch wurde das Match in der zweiten Bundesliga Nord zwischen den Tabellenführer TGW Kassel Wizards und dem noch aktuellen Fünften dieser Liga, den Rostocker Nasenbären angepfiffen. Von vornherein ein total ungleiches Duell, die Nasenbären unterlagen den Zauberern mit 4:20 (1:9, 2:5, 1:6). Für die Nordlichter war es schlichtweg ein Land unter. Dabei brauchten die 13 Gastgeber noch nicht einmal zu zaubern, um die Gäste von der Küste so zu demütigen. Die Nasenbären hatten sich schon vor dem Spiel aufgegeben, waren nur mit sieben Akteuren, darunter zwei junge Spieler aus der zweiten Mannschaft, angereist. Zum Glück spielten die Hausherren so von Beginn an mit angezogener Handbremse. Wer weiß, wie sonst der Endstand gelautet hätte. Schon drei Minuten nach dem Anpfiff stand es aus der Sicht der Rostocker 0:3. Als Michal Bezouska, Spielertrainer Christian Ciupka hatte für ihn aufgelegt, den ersten Treffer der Nasenbären zum 1:8 (17.) markierte, was die Begegnung schon längst entschieden. Ein Boxtrainer hätte in solch einer Situation das Handtuch werfen müssen, doch die Nasenbären mussten weitere 43 Minuten spielen. So erzielten im zweiten Drittel erneut Michal Bezouska mit einem Alleingang das 2:12 (27.) und Arthur Lemmer nach Vorarbeit des zweifachen Torschützen das 3:13 (39.). Kapitän Christian Herrmann blieb es vorbehalten, gut zwei Minuten vor Ultimo nach Vorarbeit von Arthur Lemmer noch zum 4:18 einzuschießen. Das Schlusssignal war eine Erlösung. Trotz des deutlich höheren Wasserverbrauchs fehlte den Rostocker Nasenbären am Ende aber die Spucke für einen Kommentar zu solch einer Leistung. Vielleicht auch besser so, wie will man den zahlreichen Fans in der Hansestadt dies überhaupt noch erklären. Auch Michal Bezouska kann sich angesichts seiner 38 Punkte (20 Tore und 18 Vorlagen) und dem dritten Platz in der Scorerliste nicht wirklich freuen. Noch zwei Partien am Sonnabend (19.00 Uhr im Zöpidrom Iserlohn) beim Tabellenvierten Mendener Mambas und eine Woche später (16.00 Uhr in der ISG-Sporthalle Mühlenberg) beim Schlusslicht Hannover Hurricanez, dann ist die misslungene Saison der Rostocker Nasenbären im zehnten Jahr ihres Bestehens vorbei. Zum Glück steigt keiner aus sportlichen Gründen aus der zweiten Bundesliga Nord ab.

Rostocker Nasenbären: Timm Kolodziejczak – Christian Herrmann (1 Tor/ keine Vorlage), Christian Ciupka (0/1), Michal Bezouska (2/1), Arthur Lemmer (1/1), Florian Stockel, Erik Haiduk, Lukas Richter.

rkud

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