Kassel entzaubert die Defensive der Nasenbären

Rostocker Nasenbären – TGW Kassel Wizards 7:11 (2:2, 2:5, 3:4)


ROSTOCK, den 01.05.2015
Sicher stehen die Inline-Skaterhockey-Cracks der TGW Kassel Wizards nicht durch Zufall in der zweiten Bundesliga Nord als Tabellenzweiter mit ganz vorne. Am Freitag versäumten es die gastgebenden Rostocker Nasenbären vor mehr als 200 Zuschauern in der OSPA Arena erst einmal, die „Zauberer aus Hessen“ von dieser Position zu verdrängen. Das einheimische Team verlor nach einer eher schwächeren Heimleistung mit 7:11 (2:2, 2:5, 3:4) doch recht klar. „Wir haben uns letztendlich selbst geschlagen, taktisch unklug gespielt und uns in zahlreichen Situationen auch nicht sonderlich clever angestellt“, so das Fazit von Spielertrainer Christian Ciupka. Konkret sprach der oberste Nasenbär die Diskrepanz zwischen der Leistung im Vorwärtsgang und der mangelnden Konsequenz in der Defensive an. „In der Liga besitzen wir mit das angriffsstärkste Team, vergessen dabei aber, dass ein Match zuerst in der Abwehr gewonnen werden muss. Statt lang zu spielen und in die Tiefe zu gehen, agieren wir quer vor dem gegnerischen Tor, verlieren so oft den Ball und kassieren Konter.“ Diese Erkenntnis war so neu nicht und sollte gegen Kassel eigentlich abgestellt werden. Doch das Gegenteil passierte. Im ersten Spielabschnitt führten die Nasenbären durch Treffer von Paul Stratmann und Michal Bezouska zwar mit 2:0 (11.), legten aber nicht nach, obwohl dazu mehrere Möglichkeiten vorhanden waren. Nach Geplänkel vor dem gegnerischen Tor und Ballverlust dann zwei Tore für das Wizards-Team. In Unterzahl nach zwei Strafen in Folge musste die Hausherren dann das 2:3 (26.) hinnehmen. Jan Michaleks Treffer und ein typisches Herrmann-Tor aus der Distanz brachten die Rostocker mit dem 4:3 (29.) wieder kurzzeitig in Front. Danach aber die Spielentscheidung gegen die Nasenbären, die viermal bei eigener Ballführung, das Spielgerät verloren und dann überlaufen wurden. Selbst in Überzahl ging der orange Ball verloren. Der 4:7-Zwischenstand war die Quittung für das schlechte Defensivverhalten der Gastgeber. Nach der zweiten Drittelpause machten die Hessen dann den Sack mit drei Treffern am Stück zum 10:4 (47.) ganz zu. So blieb den Nasenbären in den verbleibenden gut zehn Spielminuten nur noch die Möglichkeit einer Ergebniskorrektur. Von den Gastgebern erzielten dann erneut Christian Herrmann, Klemens Kohlstrunk und Arthur Lemmer mit dem 7:11 nur noch eine kleine Ergebniskorrektur.
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Rostocker Nasenbären:  Timm Kolodziejczak – Christian Herrmann (2 Tore/ keine Vorlage), Christian Ciupka, Erik Haiduk (0/2), Klemens Kohlstrunk (1/1), Jürgen Brümmer (0/1), Jan Michalek (1/0), Michal Besouzka (1/1), Tim Marek (0/1), Arthur Lemmer (1/1) Robin Marek, Paul Stratmann (1/0).
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