Goalie Tobias John rettet Nasenbären die Punkte

Rostocker Nasenbären – Commanders Velbert 13:12 (6:2, 5:4, 2:6)


ROSTOCK, den 26.04.2015
Sekunden vor der Schlusssirene helle Aufregung auf der Fläche der OSPA Arena und unter den 200 Fans auf den Rängen. In der Inline-Skaterhockey-Partie der zweiten Bundesliga Nord zwischen den gastgebenden Rostocker Nasenbären und den Commanders Velbert aus Nordrhein-Westfalen war gerade der vermeintliche Ausgleich zum 13:13 gefallen. Doch unmittelbar davor hatte jemand das Tor der Rostocker verschoben, so dass der Treffer nicht zählte. Glück für die Hausherren die so 13:12 (6:2, 5:4, 2:6) gewannen und drei Punkte für die Tabelle bekamen. Viele Nerven hätten sich die Gastgeber sparen können, wenn der Kopf auch im Schlussdrittel oben geblieben wäre. „Aber jetzt wollte jeder wohl nur noch sein Tor machen. Wir rannten blind gegen den Kasten von Velbert an und vernachlässigten unsere Defensive total“, war Nasenbären-Kapitän und Verteidiger Christian Herrmann unzufrieden. „Das wäre bald in die Hose gegangen.“ Letztendlich war da Aber auch noch ein Tobias John im Tor der Rostocker. Der Goalie spielte 60 Minuten mit Ruhe und Übersicht. Er rettete mit seiner Abgeklärtheit und etlichen tollen Paraden den Nasenbären die volle Punktzahl. Obwohl die Hausherren statt der angekündigten drei Reihen nur zwei aufbieten konnten, hatten sie zunächst das Sagen auf der Fläche. Die Nasenbären agierten Konzentriert, kombinierten gut und waren durch alle neun Akteure deutlich torgefährlicher. Neben Jürgen Brümmer und Christian Herrmann loggten Erik Haiduk und Michal Bezouska je zweimal schon im ersten Drittel zur 6:2-Führung ein. Zweimal Karol Bartanus sowie erneut Jürgen Brümmer, Erik Haiduk und Michal Bezouska, dessen Nase wieder gerichtet und jetzt durch eine Gittermaske geschützt ist, legte dann in den zweiten 20 Minuten zum noch komfortablen 11:6-Vorsprung nach. Aber schon hier bekamen die Commanders mit vier Toren deutlich Oberwasser. Auch das 12:6 durch Christian Ciupka und 13:9 (51.) durch Karol Bartanus brachte keine Ruhe in das Spiel der Nasenbären. Die liefen aufgescheucht wie die Namensgeber bei einer Verfolgung durch den Puma im südamerikanischen Regelwald durcheinander und kassierten noch drei Gegentreffer in Folge. Im Schlussdrittel dann auch wieder leidige Zeitstrafen bei den Gastgebern, die mit Toren bestraft wurden. So spektakulär ein Penalty-Schießen für die vielen Zuschauer gewesen wäre, die Rostocker Nasenbären waren froh, dass sie in der regulären Zeit drei Punkte gewonnen hatten und so die Revanche für das 11:13 im Hinspiel gelang. Viel Beifall gab es abschließen für Michal Bezouska, der sich sieben Punkte für die Scorerliste holte und mit 14 Zählern vorne in der Liga dabei ist. Auch alle anderen Rostocker Spieler punkteten gegen die Commanders Velbert. Die Rostocker Nasenbären haben nach drei Spielen 6 Punkte und sind Tabellenvierter.
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Rostocker Nasenbären:  Tobias John, – Christian Herrmann (1 Tor/ 1 Vorlage), Christian Ciupka (1/0), Erik Haiduk (3/1), Klemens Kohlstrunk (0/1), Jürgen Brümmer (2/2), Jan Michalek (0/1), Michal Besouzka (3/4), Tim Marek (0/1), Karol Bartanus (3/2) .
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