Nasenbären jetzt mit einer Hausnummer

Rostocker Nasenbären – SG Langenfeld Devils 9:7 (4:1, 1:4, 4:2)


ROSTOCK, den 01.04.2015
Vor knapp 200 Zuschauern in der OSPA Arena dauerte es am Sonntagabend bis in die Schlussphase, eher die Rostocker Nasenbären ihren 9:7-Auftaktsieg gegen die niedersächsischen Gäste von der SG Langenfeld Devils festzurren konnten. So kam Nasenbären-Chef Christian Ciupka beim Pressegespräch nach dem Match auch zu der Schlussfolgerung, dass es in der zweiten Bundesliga Nord für Inline-Skaterhockey eine schwere Saison wird. „Auch wenn wir heute noch nicht in unserer bestmöglichen Formation antreten konnten, wird es wohl viele Spiele in dieser ausgeglichenen Liga geben, die so knapp enden wie heute.“ Und die Partien werden hart umkämpft sein. Gleich 17 Minuten Zeitstrafen für die Gastgeber und 15 für die Gäste mussten von den Unparteiischen verhängt werden. Dabei sah nach der 4:1-Führung im ersten Durchgang alles nach einem lockeren Aufgalopp für die Rostocker Nasenbären aus. Mit einem Doppelpack hatte Paul Stratmann die Hausherren schon nach zwei Minuten in Führung gebracht. Zunächst legte Klemens Kohlstrunk für den Torschützen auf, dann folgte ein ganz schnelles Solo. Beruhigend dann das 3:0 (11.), als Erik Haiduk zu Jürgen Brümmer passte und dieser einloggte. Auch der 1:3-Anschluss brachte die Einheimischen nicht aus der Ruhe. Als Paul Stratmann ein sehr offensives Überzahlspiel der Gäste zum einem weiteren Alleingang mit erfolgreichem Torabschluss nutzte, schien alles klar zu sein. Doch die Rostocker Fans wischten sich die Augen, als die Teufel im zweiten Drittel den Spieß umdrehten und durch drei Treffer in Folge zum 4:4 (28.) und auch die erneute Führung der Rostocker durch Karol Bartanus nach Vorarbeit von Christian Ciupka zum 5:5 ausglichen. So fing im letzten Teil alles wieder von vorne an. Zunächst legten die Nasenbären durch Klemens Kohlstrunk und Christian Herrmann zum 7:5 vor, um dann jeweils in Unterzahl den erneuten Ausgleich zum 7:7 (50.) hinnehmen zu müssen. Zum Glück behielten die Gastgeber in den zehn Schlussminuten den Kopf oben und die Übersicht für zwei weitere Treffer zum Sieg im ersten Saisonspiel. Zunächst waren es Karol Bartanus, der ein weiteres Solo-Tor erzielte, und abschließend kombinierten Vorlagengeber Paul Stratmann und Vollstrecker Jürgen Brümmer zum 9:7 (54.) zum umjubelten Erfolg. Im Anrennen um eine erneute Ergebniskorrektur dezimierte sich die SG Langenfeld Devils noch zweimal unter machte es den Rostocker Nasenbären so leichter, die ersten drei Punkte einzufahren und damit eine Hausnummer zu haben. „Es lief zunächst richtig gut für uns, eher wir dann doch merkten, dass uns das gemeinsame Training fehlt“; so Kapitän Christian Herrmann abschließend. „Unsere Physis war gut, aber spielerisch gab es noch etliche Mängel. Hier haben wir Nachholbedarf.“ Das soll sich bis zum Pokalmatch am 18. April bei den Duisburg Ducks schon ändern. Insgesamt zum Auftakt aber eine ordentliche Mannschaftsleistung mit einem etwas herausragenden Paul Stratmann, der dreimal traf und zwei Vorlagen gab.
rkud

Rostocker Nasenbären:  Tobias John, Timm Kolodziejczak – Christian Herrmann (1 Tor/ keine Vorlage), Christian Ciupka (0/1), Karol Bartanus (2/0), Jürgen Brümmer (2/0), Erik Haiduk (0/1), Klemens Kohlstrunk (1/1), Jan Michalek ((0/1), Sebastian Pritykin, Paul Stratmann (3/2).

Rostocker Nasenbären

Glückwunsch an Kapitän Christian Herrmann (17) zu seinem Treffer zum 7:5 für die Rostocker Nasenbären.
Foto: Freya Hagen

© LUPCOM media