Nasenbären verpassen das Halbfinale nur knapp

EUROPEAN MEN CUP WINNERS 2014 / Europapokal der Pokalsieger 2014

 

ROSTOCK, 04.08.2014,

Richtig gute Stimmung herrschte schon am Freitagabend in der OSPA Arena, als Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling im Zusammenspiel mit Erik Sommer aus Dänemark, dem Präsidenten des Internationalen Inline-Skaterhockey-Verbandes (IISFH), die zehn teilnehmenden Mannschaften ganz herzlich begrüßte. „Zum ersten Mal ist die Hansestadt Gastgeberin des Europapokals der Pokalsieger im Inline-Skaterhockey“, würdigte der OB den gastgebenden Verein. „Diese große Ehre verdanken wir unserem Club Rostocker Nasenbären, der mit seinem Engagement diesen schnellen und kraftvollen Sport in Rostock in gerade mal einem Jahrzehnt erfolgreich etabliert hat.“ Er wünschte allen Mannschaften schöne Tage in Rostock und der sportlich besten Vertretung den Sieg. Ein Höhepunkt der kleinen Eröffnung war dann die Übergabe eines 15.000-Euro-Schecks durch die Sparda-Bank, der zu gleichen Teilen an den Nachwuchs der Nasenbären und das Rostocker Kinder-Hospiz geht. Verlief die herzliche Begrüßung der Mannschaften, Schiedsrichter und Offiziellen noch in lockerer und legerer Atmosphäre, so war am Samstag und Sonntag von den sportlichen Akteuren bei hochsommerlichen Temperaturen in der Arena in der Tschaikowskistraße in insgesamt 35 Spielen Schwerstarbeit zu leisten. Dabei setzten sich zunächst die beiden Schweizer Teams SHC Bienne Seelanders und SHC Rolling Aventicum als Gruppensieger in die Spitze. Viel Beifall von den gut besetzten Rängen ernteten auch die Rostocker Nasenbären. Die Truppe um Spielertrainer Christian Ciupka erreichte zunächst ein starkes 3:3-Unentschieden gegen den deutschen Pokalsieger Uedesheim Chiefs, verlor danach gegen den späteren Gruppensieger Aventicum mit 0:4, ehe die Vorrunden mit einem 2:1-Sieg gegen die Wolfurt Walkers (Österreich) und einem 4:1-Erfolg über die Otterup Black Panthers (Dänemark) beendet wurde. Platz 3 war erreicht und damit die Zwischenrunde am Sonntag. „Wenn mir einer gesagt hätte, wir spielen so eine gute Rolle im Konzert der Großen, dann hätte ich zumindest ungläubig geschaut“, war der Nasenbären-Chef Christian Ciupka schon nach dem ersten Tag mehr als zufrieden. Am Sonntag kassierten die Nasenbären in der Partie gegen die dänischen Gentofte Ravens einige unnötige Strafen und verloren so knapp mit 3:5 Toren. Statt des Halbfinales blieben so „nur“ die Spiele um den 5. bis 8. Platz. Hier verloren die Rostocker Gastgeber trotz 3:1-Führung zunächst gegen Altenberg (Österreich) mit 3:4 und spielten dann gegen den SHC Buix aus der Schweiz 2:1. In der Endabrechnung bedeutet dies Platz 7 in diesem hochkarätigen Wettbewerb. Der Europa-Pokal ging im dritten Jahr in Folge an den Schweizer SHC Bienne Seelanders, der die Gentofte Ravens (Dänemark) mit 7:3 im Endspiel bezwang. Im kleinen Finale siegten die Rolling Aventicum über die Uedesheim Chiefs mit 6:5 Toren.

Rostocker Nasenbären:  Felix Thomas, Sven Spanrad – Christian Herrmann (2 Tore/2 Vorlagen), Christian Ciupka (1/1), Jörg Müller (1/1), Jörg Brümmer (1/1), Viatcheslav Koubenski (3/5), David Hördler (1/3), Christian Mader (3/0), Jan Michalek (4/2), Klemens Kohlstrunk (0/1), Sebastian Pritykin, Erik Haiduk (1/1) und Felix Stockel

 

Kurzinterview mit IISHF-Präsident Erik Sommer (Dänemark)

Zufrieden mit dem Turnier und dem Austragungsort Rostock?
Die Rostocker Nasenbären wollten den Wettbewerb. Und sie haben unser Vertrauen in keiner Weise enttäuscht. Organisatorisch lief alles zu voller Zufriedenheit ab. Wir als Gäste haben uns in der Hansestadt richtig wohl gefühlt.
Sind sie auch mit der sportlichen Leistung bei diesem Europacup zufrieden.
Durchaus. Wir sahen hochklassige und spannende Begegnungen mit vielen knappen und auch überraschenden Ergebnissen. Selbst in den Vorrundenspielen blieb keine Mannschaft ohne Punktverlust.
Würden Sie dafür plädieren, wieder ein Turnier in Rostock auszutragen?
In jedem Fall. Rostock ist eine interessante Stadt für alle Teilnehmer. Das Umfeld für unseren Sport mit der OSPA Arena stimmt und der gastgebende Verein hat viele fleißige Helfer und Unterstützer, die für einen reibungslosen Ablauf sorgen.

Zitate und Köpfe:
Søren Damgaard (Otterup Black Panthers):  Nach meiner Rostocker Zeit in der ersten Bundesliga habe ich mich richtig auf ein Wiedersehen mit den Nasenbären gefreut.
Thomas Kühne (Fan der Nasenbären): Ich verfolge fast alle Heimspiele der Nasenbären und helfe wo ich kann. Groß deshalb auch die Freude über das gute Abschneiden unserer Mannschaft im Europapokal.
Christian Fischer (Wolfurt Walkers): Wir wollten eigentlich ins Halbfinale, haben unser Ziel aber etwas verfehlt. Trotzdem war es ein interessantes Turnier und ein schöner Besuch an der Ostsee.
Dennis Kobe (Uedesheim Chiefs): In den zweiten Europacup der Vereinsgeschichte starteten wir mit dem 3:3 gegen die Gastgeber nur mäßig, konnten uns dann aber steigern und gut mitspielen.
Felix Birkholz (Chef-Organisator des Turniers): Schon die Vorbereitung des Europacups hat uns als Gastgeber eine Menge Spaß gemacht. Deshalb auch von meiner Seite allen Helfern, Unterstützern und Sponsoren ein dickes Dankeschön.

NNN / Renate Kudruhs

Statistik zum Europapokal der Pokalsieger

Vorrundengruppe A
1. SHC Bienne Seelanders 7 Punkte,
2. Gentofte Ravens 4,
3. SHC Buix 4 (0:2 gegen Gentofte),
4. DenizBank Red Dragons Altenberg 3
5. Daredevils Den Bosch 2.

Vorrundengruppe B
1. SHC Rolling Aventicum 7 Punkte,
2. Uedesheim Chiefs 6,
3. Rostocker Nasenbären 5,
4. Wolfurt Walkers 2
5. Otterup Black Panthers 0

Endstand:
Finale: SHC Bienne Seelanders - Gentofte Ravens 7:3
um Platz 3: Rolling Aventicum - Uedesheim Chiefs 6:5
um Platz 5: Daredevils Den Bosch - DenizBank Red Dragons Altenberg 5:0
um Platz 7: Rostocker Nasenbären – SHC Buix 2:1
um Platz 9: Wolfurt Walkers - Otterup Black Panthers 5:1.
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