Kassel entzaubert die Nasenbären recht schnell

8. Spieltag 2.BLN: Rostocker Nasenbären I 6:12 Kassel Wizzards I

ROSTOCK, 09.06.2014,

Es hätte durchaus ein Spitzenspiel in der zweiten Bundesliga Nord im Inline-Skaterhockey werden können. Aber dazu waren die Rostocker Nasenbären als Hausherren am Sonnabend in der OSPA Arena einfach zu schwach aufgestellt. Die Einheimischen unterlagen gegen den Tabellenführer TGW Kassel Wizards vor gut 100 Zuschauern letztendlich recht klar mit 6:12 (2:4, 3:5, 1:3) und bleiben so weiter bei 12 Punkten und vier Minustoren aus acht Spielen (50 Prozent) hängen und sind Tabellensechster. Es hätte durchaus das von Vereinschef Christian Ciupka im Vorfeld angekündigte „Top-Event“ werden können, aber ohne Felix Thomas, Christian Herrmann, Erik Haiduk, Karol Bartanus, Jan Michalek, Klemens Kohlstrunk, Viatcheslav Koubenski und Sebastian Pritykin, die aus diesen und jenen Gründen nicht dabei waren, hatten die Rostocker nie den Hauch einer Chance. Die Nasenbären-Reservisten gaben sich große Mühe, agierten mit viel Einsatz, waren aber am Ende überfordert. „Die ‚Zauberer’ aus Kassel kamen wie erwartet in stärkster Besetzung und entzauberten unsere Jungs recht schnell“, musste auch Felix Birkholz, der für dieses Spiel den Vorsitz im Wettkampfgericht hatte, konstatieren. Auch Sprecher Jens Hagen zeigte sich enttäuscht: „Es ist schon deprimierend, wenn man in die Halle kommt und gegen den Spitzenreiter gleich acht Stammspieler der eigenen Mannschaft nicht ansagen kann. Da vergeben wir uns auch viel bei den eigenen Fans.“ Die Zuschauer sahen zunächst aber zwei schnelle Treffer der Gastgeber. Paul Stratmann loggte zu 1:0 ein und Jason Horst legte schnell das 2:0 (3.) nach. Es war aber nur ein Strohfeuer, denn die Wizards begannen mit ihrer „Zaubershow“ und zogen auf 7:2 (34.). Es folgte aus Sicht der Nasenbären das 5:9 nach zwei gespielten Dritteln und abschließend der 6:12-Endstand. Drei weitere Rostocker Treffer von Paul Stratmann und ein Tor durch Jörg Müller waren nur eine gewisse Ergebniskosmetik. So blieben nicht viele Rostocker Fans bei der obligatorischen „Pressekonferenz“, da sie dort auch keine Antworten auf ein unbefriedigtes Spiel und das Fehlen der fast kompletten ersten Nasenbären-Garnitur erwarteten. Am Sonnabend ab 19.00 Uhr an gleicher Stelle kann man es gegen die Hannover Hurricanez vielleicht besser machen. Wenn man dann vollzählig in stärkster Besetzung zur Stelle ist.
Rostocker Nasenbären: Sven Spanrad – Christian Ciupka (kein Tor / 2 Vorlagen), Jason Horst (1/0), Jörg Müller (1/2), Jürgen Brümmer, Paul Stratmann (4/0), Phil Bergemann, Florian Stockel, Christopher Gundlach und Martin Frank (0/1).

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Christian Ciupka


Mit 10 Toren und 11 Vorlagen (insgesamt 21 Scorer-Punkte nach acht Spielen) ist Christian Ciupka derzeit der beste Rostocker Akteur auf Inlineskatern.
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