Kodiaks erst im Penalty-Schießen zu bezwingen

7. Spieltag, Ostseeliga M-V: KODIAKS vs. Malchower Wölfe

 

ROSTOCK, 10.02.2014,

Das hatte die Ostseeliga der Eishockeycracks wohl so auch noch nicht erlebt. Fast 300 Zuschauer in der Eishalle Schillingallee, darunter eine recht große Kolonie aus Malchow, feuerten unentwegt die gastgebenden Rostock Kodiaks und die Malchower Wölfe im Kampf um den Landestitel an. Am Ende musste nach einem 5:5 (2:0, 3:4, 0:1) in der regulären Spielzeit ein Penalty-Schießen um die Vergabe der Punkte entschieden. Durch ein 2:1 holten sich die Gäste aus Malchow zwei von drei möglichen Zählern und bleiben so noch im Rennen um die Meisterschaft. Die Rostocker Bärenbande erhielt einen Punkt und muss sich nach Gold im Vorjahr diesmal mit Bronze begnügen. „Unsere Mannschaft wusste um die Schwere der Aufgabe, den Titel zu verteidigen, zumal zahlreiche Ausfälle einen Sieg gegen die Mitfavoriten zusätzlich verhinderte“, so die Einschätzung vom Kodiak-Teamchef Mirko Bardehle. „Aber im letzten Heimspiel waren wir noch einmal richtig präsent und haben alles gegeben.“ Nach dem 1:9 im Hinspiel waren die Rostocker am Samstagabend nicht wiederzuerkennen. Lauffreudig, spielerische und kämpferisch waren die Kodiaks den Wölfen jederzeit ebenbürtig. Was am Ende für den Sieg fehlte, waren etwas Glück und die Abgezocktheit. Im ersten Spielabschnitt waren die Hausherren sogar das Maß aller Dinge. Immer wieder wurden die Angriffe der Wölfe abgeblockt und selbst gute Einschussmöglichkeiten erspielt. Zwei nutzten Jörg Müller auf Vorlage Christopher Gundlach und Marc Biemann, den Felix Birkholz in die Spur geschickt hatte, für eine 2:0-Führung. Zur Überraschung der vielen Fans blieben die Kodiaks auch im zweiten Drittel zunächst tonangebend. Sie markierten durch Tom Schweizer nach Vorarbeit von Verteidiger Michael Günzel das 3:0 (23.) und durch Gunnar Bandlow, hier hatte Tom Schweizer aufgelegt, das 4:1 (28.). Ein Doppelschlag der Wölfe innerhalb von 30 Sekunden zum 3:4 (33.) und der Ausgleich zum 4:4 (36.) brachten die Gastgeber noch nicht aus dem Rhythmus. Sie konterten noch vor der zweiten Drittelpause zur 5:4-Führung durch Benjamin Kasparek, der eine Vorlage von Jörg Müller aufnahm und einschoss. Der letzte Spielabschnitt wurde dann zunehmend eine Abwehrschlacht der Hausherren, die ihr Tor mit Mann und Maus verteidigten und kaum noch zu Entlastungsangriffen kamen. Zu allem Überfluss fehlte hier schon der erfahrene Marcel Dachner, der verletzt nicht weiterspielen konnte. Aber der Malchower Ausgleich zum 5:5 (54.) fiel, als von den Rostockern zunächst Jörg Müller und dann auch noch Michael Günzel die Strafbank drücken mussten. Im Penalty-Schießen traf dann nur Felix Birkholz für Rostock. Bei Malchow waren es Sebastian Wöhlke und Robin Kühn, der mit zwei weiteren Toren in der regulären Spielzeit die Wölfe in der Partie hielt. „Trotz der Niederlage eine ganz spannende Angelegenheit, bei der wir uns teuer verkauften“, meine Felix Birkholz nach dem Match. „Die das miterlebten, kommen bestimmt zu unseren nächsten Spielen.“

Rostock Kodiaks:   Marcus Strohschen – Christopher Gundlach (kein Tor / 1 Vorlage), Michael Günzel (0/1), Gunnar Bandlow(1/0), Jörg Müller (1/1) – Marcel Dachner, Marc Biermann (1/0), Benjamin Kasparek (1/0), Volker Edling, Felix Birkholz (0/1/1 Penalty), Dennis Richter, Tom Schweizer (1/1) und Sven Richter.

rkud

© LUPCOM media