"match winning goal" fiel erst durch Alleingang

4. Spieltag Eishockey-Ostseeliga: KODIAKS 2:1 Neubrandenburg Blizzards

 

ROSTOCK, 14.01.2014,

Was die 100 Zuschauer am Samstagabend in der Einsporthalle Schillingallee erlebten, ist auch nicht gerade typisch für ein Eishockey-Match in der Ostsee-Liga. Die Rostock Kodiaks gewannen denkbar knapp mit 2:1 (1:0, 0:1, 1:0) gegen die Neubrandenburg Blizzards. Erst in der 54. Minute sicherten sich die Rostocker den Erfolg durch Verteidiger Gunnar Bandlow. Vorher war es Christopher Gundlach, der auf Vorlage von Jörg Müller die Kodiaks mit 1:0 (6.) schon einmal in Führung gebracht hatte. So bleibt der amtierende Meister mit 12 Zählern punktgleich mit den Wikingern aus Klink und den Wölfen aus Malchow im Geschäft um den Titel.
„Zu unserem zweiten Heimspiel fehlten uns gleich sechs wichtige Akteure, die verletzungsbedingt, durch Spielsperre oder durch privaten Verpflichtungen nicht mit von der Partie waren“, informierte der ebenfalls angeschlagene Teamchef Mirko Bardehle. „Trotzdem konnten wir mit drei Reihen antreten, die aber ein schwaches und zum Teil auch chaotisches Spiel ablieferten.“ Nur der erste Spielabschnitt war trotz der vielen Umstellungen bei den Kodiaks noch halbwegs passabel. Die Hausherren ließen durch eine gute Abwehr die Neubrandenburger kaum zur Entfaltung kommen. Die Kodiaks griffen selbst häufig an, verloren aber zu oft den Puck oder machten aber aus den herausgespielten Möglichkeiten einfach zu wenig. Das zweite Dritte ging dann an das Team aus der Vier-Tore-Stadt. Es kämpfte um jeden Zentimeter und kam nach knapp 38 Minuten so auch prompt zum nicht unverdienten 1:1-Ausgleich. „Das Spiel wurde dann immer schlechter, so dass eine Einzelleistung über den Sieg entschied“, freute sich Jörg Müller, der diesmal im Sturm aufgeboten wir und als Kapitän der Mannschaft etwas Ordnung in die Bärenbande zu bringen. Erst als sich Gunnar Bandlow ein Herz nahm und den Puck für den Torhüter unhaltbar in der kurzen Ecke unter die Latte knallte, waren die drei Siegpunkte sicher. Nach dem "match winning goal" hätten die Kodiaks noch nachlegen könnten, aber kurz vor der Schlusssirene landete der Puck nur an Metall des Neubrandenburger Gehäuse. „Besonders bitter für uns, selbst eine 5:3-Überzahl konnten wir nicht nutzten, um wenigstens ein paar zwingende Torchancen herauszuspielen“, so am Ende auch Assistent Erik Wacke. „So war es ein glücklicher Sieg über die phasenweise besseren Neubrandenburger.“ Negativ auf das gesamte Match wirkte sich in jedem Fall auch die zum teil desolaten Leistung der überforderten Schiedsrichter aus. Immer wieder sorgten hier falsche Entscheidungen für helle Aufregung auf beiden Seiten. In den nächsten spielen gegen Klink und Malchow müssen sich die Rostock Kodiaks aber mächtig steigern, um zu Siegpunkten zu kommen.

Rostock Kodiaks:   Marcus Strohschen (Volker Wuttig) – Christopher Gundlach (1 Tor / keine Vorlage), Michael Günzel, Gunnar Bandlow (1/0), Robert Weigel, Christoph Rossow, Matthias Wieck – Tino Lindstedt, Marc Biermann, Volker Edling, Immo Aid Stapelfeld, Erik Wacke, Jan Saefkow, Sven Richter und Jörg Müller (0/1),

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Siegtorschütze beim 2:1-Zittersieg der Kodiaks über die Blizzards


Verteidiger Gunnar Bandlow erzielte im Alleingang den Siegtreffer für die Rostock Kodiaks.
Foto: Verein

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