Oster-Turnier der Rostocker Nasenbären um den Ostsee-Pokal war eine tolle Werbung für das Skaterhockey - auch als Breitensport

SVNA Hamburg triumphiert, Gastgeber verpassen knapp den 3. Platz

 

Rostock, 31.03.2013,

Bevor für die Reservisten der Rostocker Nasenbären, bei denen auch einige Jugendspieler zum Einsatz kamen, die Inline-Skaterhockey-Saison 2013 demnächst in der Landesliga-Hamburg beginnt, unterzogen sich die Spieler um Mannschaftsführer Felix Birkholz noch einem Turniertest mit sieben Spielen über jeweils 15 Minuten. Dazu waren am Oster-Samstag insgesamt zehn Mannschaften in die OSPA Arena gekommen. Zunächst musste jedes Team die Vorrundenspiele bestreiten, ehe dann am Nachmittag mittels Halbfinalpartien die einzelnen Turnierplätze ausgespielt wurden. „Schon hier ging es heiß her, es wurde fair und trotzdem mit viel Einsatz um jedes Tor gekämpft“, stellte Jens Hagen fest, der direkt am Rand der neuen Bande seine Position als Hallensprecher bezogen hatte. „Der Unterschied in der Leistung zwischen den reinen Freizeitmannschaften und den am Spielbetrieb teilnehmenden Teams war durch die deutlich geringere Spielzeit gar nicht so groß.“
Die erste Mannschaft der Nasenbären-Reservisten spielte in der Vorrunden-Staffel gegen Greifswald (2:2), Berlin (0:4), Klink (2:2) und Neubrandenburg (2:0) und kam aufgrund des Torverhältnisses direkt hinter Berlin als Zweites in die Zwischenrunde. Im Halbfinale hatte die erste Vertretung der Gastgeber dann gegen Hamburg mit 1:6 keine Chance. Im kleinen Finale verpasste dann das erste Team der Nasenbären-Reserve knapp den dritten Platz. Sogar eine 4:2-Führung durch Treffer von Marcel Dachner, Thomas Laatz, Christian Schulz und Kenneth Damann reichte gegen die Berlin Bravehearts am Ende nicht. Die Berliner kamen zum 4:4-Ausgleich und gewannen dann das Penalty-Schießen mit 2:0 Toren. Das zweite Rostocker Team gewann gegen Witzin (3:0), spielte gegen Schlutup und Hamburg jeweils 1:1-Unentschieden und verlor gegen Waren (0:2). Das reichte in der Vorrunde nur zum vierten Platz. In der Trostrunde wurde zunächst gegen Greifswald knapp mit 1:0 gewonnen, ehe die Partie um Platz 5 gegen Klink dann glatt mit 0:4 abgegeben werden musste. Es blieb ein sechster Rang.
Im stimmungsvollem Finale zwischen dem SV Nettelnburg/Allermöhe (SVNA) aus Hamburg und den Schlutup Stichlinge aus Schleswig-Holstein fiel die Entscheidung erst in der Schlussphase. Nach dem 1:1 legten die Hamburger noch zwei Treffer nach und gewannen so das Turnier und den größten der silbernen Pokale verdient. „So kurz vor dem Saisonstart haben wir noch einmal möglichst viele Spieler eingesetzt und getestet. Ich glaube, wir sind als zweite Mannschaft in der Hamburg-Liga besser aufgestellt, als in der vergangenen Meisterschaft“, war auch Felix Birkholz nach dem Turnier um den Ostsee-Cup nicht unzufrieden.
Für die Rostocker Nasenbären beim Turnier in Aktion: im Tor Tommy Husmann und Marcus Strohschen sowie Erik Wacke, Jens Kisshauer, Felix Birkholz, Torsten Brümmer, Jan Saefkow, Marcel Heller, Christian Schulz, Marko Westendorf, Marcel Dachner, Anne-Sophie Hubert, Thomas Laatz, Axel Stark, Robert Eichelbaum, Christopher Gundlach Volker Edling, Norman Pentz und Matthias Wieck. Noch dabei die Nachwuchsspieler Tom Kutschera, Kenneth Damann, Ole Gau und Steven Gruhlke.

Endstand:  
1. SV Nettelnburg/Allermöhe (SVNA) Hamburg,
2. Schlutup Stichlinge,
3. Berlin Bravehearts,
4. Nasenbären-Reserve I,
5. Klinker Wikinger,
6. Nasenbären-Reserve II,
7. Asphaltteufel Greifswald,
8. Müritz-Gold Waren,
9. Neubrandenburg Blizzards und
10. Skating Team Witzin

Meinungen zum Turnier:
Birger Thüns (Berlin Bravehearts): Das Turnier war wirklich gut organisiert und sehr stimmungsvoll. Umso größer ist die Freude bei uns, dass wir im Spiel um den 3. Platz zunächst noch den Ausgleich schafften und dann auch vom Penaltypunkt erfolgreich waren. Alle Mannschaften haben sich mächtig ins Zeug gelegt, spielten dabei aber immer fair.
Moritz Froh (Schlutup Stichlinge): Mit dem zweiten Platz ist das Turnier für uns gut gelaufen. Der Leistungsunterschied war nicht so groß, aber kleine Fehler wurden immer bestraft, wie unsere im Endspiel gegen Hamburg. Aber Spaß gemacht hat es wohl allen und durch das Drumherum. Zu dieser Spielstätte kann man den Rostocker Nasenbären wirklich nur gratulieren. Die Arena ist mehr als erstligareif.
Tom Kutschera (Rostocker Nasenbären): Als 14-jähriger schon bei den Großen spielen zu dürfen ist schon cool. So richtig mit dem Inline-Skaterhockey habe ich erst vor gut einem Jahr angefangen. Etwas ärgere ich mich, den Ball beim Penalty-Schießen nicht am Berliner Keeper vorbei bekommen zu haben. Ich hoffe neben den Spielen in der Jugendmannschaft auch wieder einmal bei den Männern einspringen zu können.

rkud

Birger THüns (Berlin Braverhearts)     Moritz Froh (Schlutup Stichlinge)     Tom Kutschera (Nasenbären Nachwuchs)

Die Befragten
Fotos: rkud

Sieger des Nasenbären-Osterturniers 2013

Nasenbären-Turnierchef Felix Birkholz (l.) übergibt den Silberpokal an Kapitän Waldemar Flaht vom Sieger SVNA Hamburg.
Foto: Freya Hagen

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