Rostock Kodiaks starten auf Malchower Eis

Auch im Winter 2011/2012 gibt es Rostocker Eishockeyderbys


Rostock, 28.09.2011,    

Entgegen anderer Verlautbarungen wird die Ostseeliga im Eishockey 2011/2012 nicht nur mit vier Vertretungen den Meisterschaftsbetrieb aufnehmen. Neben den Malchower Wolfen, Beinhart Klink „Die Wikinger“, den Neubrandenburg Blizzards und dem amtierenden Meister REC Barracudas ist auch wieder der Vorjahreszweite Rostocker Kodiaks mit am Start. Die Eishockey-Abteilung der Rostocker Nasenbären hatte einige organisatorische Probleme zu bewältigen, die dazu führten, dass keine Trainingszeit in Rostocks Eishalle zur Verfügung stand und auch die Zeit für die vier Heimspiele nicht gebucht werden konnte. „Wir haben in der vergangenen Saison einen großen Teil unseres Etats aufbieten müssen, um überhaupt Eishockey spielen zu können. So war das Angebot des Betreibers sonntags ab 22.00 Uhr für 250 Euro pro Einheit zu trainieren einfach nicht mehr akzeptabel. Andere Nutzer der städtischen Eishalle zahlen zu normalen Zeiten dafür 40 Euro“, weiß Vereinschef Christian Ciupka zu berichten. „Wir haben aber mit absoluter Mehrheit beschlossen, trotz aller Attacken gegen uns und Abwebungsversuchen, weiter zusammen Eishockey zu spielen. So suchten wir eine andere Lösung.“ Die wurde zwischenzeitlich gemeinsam mit der Malchower Eishalle gefunden. Die Kodiaks werden einmal pro Woche dort trainieren können und auch die Heimspiele in der Ostseeliga dort austragen. „Außerdem planen wir, in Malchow das eine oder andere Freundschaftsspiel und vielleicht auch noch ein eigenes Turnier zu organisieren“, informiert Christian Ciupka, der auch gleichzeitig Trainer der Rostocker Cracks ist. Die Kodiaks werden mit dem Training beginnen können, wenn in Malchow das Eis aufgebracht ist. Solange sind sie noch als Inlineskater unterwegs. Für die Zukunft wird, gemeinsam mit den Sponsoren, aber an einer Rostocker Lösung gearbeitet, die es der gesamten Bärenbande ermöglicht, die Nasenbären im Sommer und die Kodiaks im Winter, eine eigene Heimstatt für Training und Wettkämpfe zu haben. „Wir haben im Verein fast 30 Eishockeyspieler, die ein Recht darauf haben, ihren Sport zu den gleichen Bedingungen wie alle anderen in der Hansestadt auszuüben, auch wenn dies einigen Herren in der Branche nicht in den Kram passt“ meint der Nasenbären- und Kodiak-Chef abschließend und freut sich auch in diesem Winter auf die Rostocker Eishockeyderbys.

rkud
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