Aufstieg für Nasenbären bisher zweitrangig

Zwischenfazit vor dem Saison-Schlussspurt


Rostock, 17.08.2011,    

Mit der Inline-Skaterhockey-Partie und dem 19:3-Sieg der Rostocker Nasenbären am Sonnabend gegen den Tabellenletzten Flensborg Vikings begann die letzte und entscheidende Phase in der zweiten Bundesliga Nord. Nur noch drei Spiele stehen für die Rostocker an, in denen die derzeitige Spitzenposition verteidigt werden soll. „Das wird schon schwer genug, zumal uns die Lüneburger trotz ihres 3:3-Unentschiedens in Kiel noch immer dicht auf den Fersen sitzen“, meint Nasenbären-Chef Christian Ciupka vor dem Finale im Norden. „Wir werden aber alles versuchen, Meister zu werden, wenn es geht, schon beim letzten Heimspiel am 27. August gegen die Hamburger Haie.“ Für den Nordmeister würden dann zwei Relegationsspiele gegen den Südmeister, der mit dem TSV Bernhardswald schon feststeht, um den Aufstieg in die neue erste Bundesliga folgen. Diese spielt in der nächsten Saison mit insgesamt zwölf Vertretungen nur noch eingleisig. „Die jeweils Erst- bis Fünftplatzierten Teams aus dem jetzigen Norden und Süden verbleiben in der ersten Liga, die Sechstplatzierten aus beiden Staffeln spielen um den elften Platz und hinzu kommt der Aufsteiger. Das ist sportlich dann sicher eine Verbesserung, organisatorisch, personell und finanziell für die meisten Vereine eine Herausforderung, die sie kaum meistern können“, ist sich Christian Ciupka sicher. Er lehnt diese neue Struktur ab, da Deutschland aus Inline-Skater-Hockey-Sicht dann im Westen ganz stark ist, aber im Norden, Süden und Osten kaum Zuwachs kommt. Deshalb soll bei einem Staffelsieg auch „gründlich überlegt werden, was am besten und machbar“ für die Nasenbären ist. Da jeweils die Hälfte der Erstliga-Teams absteigen, werden auch die beiden neuen Staffeln der zweiten Liga zukünftig an Leistungskraft und Attraktivität gewinnen. Dieses wollen die Rostocker Inline-Skater-Hockey-Spieler ihren doch zahlreichen Fans auch schon in den aufeinander folgenden Heimspielen gegen Fireballs Sterkrade und Hamburg Sharks bieten. Vor der abschließenden Partie bei den Holtenau Huskies soll der Meistertitel im Norden schon gesichert sein. Dafür wollen die Nasenbären alles geben. Ein Blick auf die Spielerstatistik der zweiten Bundesliga Nord zeigt, dass dafür die Voraussetzungen vom Können her gegeben sind. Mit Sascha Hainke (64 Punkte), Christian Ciupka (46), Christian Herrmann (31) und Ronny Marquardt (31) führen gleich fünf Rostocker die Wertung der besten Torschützen und Vorlagengeber an. Auch wenn Ronny Schneider (26 Punkte) nicht mehr zur Verfügung steht, hat Rostock mit Alexander Jenjahn, Henry Thode und Felix Thomas im Tor sowie Paul Paepke, Tony Walther, Kenneth-Floyd Schnabel, Jason Horst, Jörn Rydin, Patrick Saggau, Christian Schulz  und nach überstandener Verletzung auch wieder Alexander Thiel in dieser Meisterschaftsrunde weitere gute Akteure zur Stelle. Bisher kamen 22 Nasenbären zum Einsatz. „Unter den gegenwärtigen Bedingungen ist dieses Ergebnis für unsere Truppe fast optimal“, stellt der Nasenbären-Chef abschließend fest und verschwendet keinen Gedanken an einen Aufstieg. „Erst einmal ist die zweite Liga auch für die kommende Saison gesichert. Der Titel wäre da schon eine Zugabe.“

rkud

Christian Ciupka hält gegenwärtig die zweite Position in der Spielerstatistik der Top 20 der Liga Nord.
Christian Ciupka hält gegenwärtig die zweite Position in der Spielerstatistik der Top 20 der Liga Nord. Nach 12 Partien hat er jetzt 42 Punkte (25 Tore und 17 Vorlagen) auf seinem Konto.
Foto: Wolfgang Groß
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