Der starke „Kommissar mit der Maske“

Nasenbären-Torwart Felix Thomas gehört zu den Besten seiner Mannschaft

Ähnlichkeiten in seiner täglichen Arbeit als Kommissar bei der Kriminalpolizei in der Weltstadt Hamburg und als Torwart des Inline-Skater-Hockey-Teams Rostocker Nasenbären sind durchaus vorhanden. In beiden Fällen muss Felix Thomas zur Stelle sein, um besondere Situationen zu meistern. Während es dem 27-jährigen Kriminalkommissar und seinen Kollegen in der Hamburger Unterwelt doch in den meisten Situationen gelingt, die Fälle zu klären, scheint für ihn sein Nasenbären-Team gegenwärtig ein hoffnungsloser Fall zu sein. Die 177 Gegentore in 16 Erstligaspielen sprechen da eine sehr deutliche Sprache. Dabei gehört der „Kommissar mit der Maske“ in fast allen Spielen zu den besten Akteuren seiner Mannschaft. Felix Thomas und seinen tollen Paraden ist es oft zu verdanken, dass die Niederlagen nicht noch höher ausfallen. Er ist die Zuverlässigkeit in Person und erwartet, dass er sich auch auf seine Nebenleute verlassen kann. „In der täglichen Arbeit wäre es für mich im wahrsten Sinn des Wortes oft tödlich, wenn ich mir nicht der Unterstützung meiner Kollegen sicher wäre. Im Sport ist es nur ein Gegentor und bei uns zu oft auch eine Niederlage. Das wurmt mich schon. Wer ist schon gerne ein Verlierer“, meint der Nasenbären-Keeper. „In der gegenwärtigen Personalsituation scheint für uns aber nicht mehr drin zu sein. Der Abstieg war so vorprogrammiert.“ Zu oft scheint ihm das Fehlen des einen oder anderen Akteurs seiner Mannschaft aber mit einer Alibi-Ausrede belegt zu sein. Da er zuverlässiges und verantwortungsbewusstes Handeln als Erfolgsrezept für Teamwork sieht, verlangt er es nicht nur von sich selbst. Von klein auf an ist der gebürtige Stralsunder, der dann in Rostock aufwuchs, durch den Sport dazu erzogen worden. Als fünfjähriger begann Felix Thomas mit dem Fußballspielen beim FC Hansa und lief danach bei Grün-Weiß dem runden Leder nach. Fußball gehört heute noch zu seinen Leidenschaften, denn er kickt in seiner Freizeit beim FC Störtebeker als Mittelfeldspieler in der Hamburger Straßenliga. Zu den Rostocker Nasenbären kam Felix Thomas über das Eislaufen und Eishockeyspielen beim REC. Seit dem zehnten Lebensjahr steht Felix auf Kufen und in den Jahren seit 1998 immer mehr auf Rollen. „In der eisfreien Zeit spielten wir in der Eishalle oder auch einfach auf freien Plätzen Inlineskater-Hockey, fuhren auch zu Turnieren und organisierten alles selbst. Daraus wurde dann zunehmend der Nasenbären-Verein, der jetzt schon seit fünf Jahren eigenständige Wege geht“, erinnert sich Felix Thomas. „Ins Tor bin ich schon beim Eishockey gekommen. Ich wollte es probieren, wie es ist, der letzte Mann zu sein. Wie man sieht, bin ich im Kasten geblieben.“ Dabei versuchte er sich immer vom früheren tschechischen Nationaltorhüter und NHL-Keeper Dominik Hasek einiges abzugucken. Dessen Spielintelligenz, sein ungewöhnlicher Torwartstil und seine Erfolge begeisterten den 27-jährigen Kriminalisten. Neben aller Ernsthaftigkeit, Zuverlässigkeit und seinem Verantwortungsbewusstsein ist Felix Thomas auch ein humorvoller junger Mann, der für fast jeden Quatsch zu haben ist. All das gehört zu seinem Leben dazu, ebenso der Zusammenhalt in der Familie und mit Freunden. Materielle Dinge sind ihm unwichtig. Felix liebt die Freiheit, möchte im Sport mit den Nasenbären einmal bis in die Play-Off-Runde der Meisterschaft kommen und an einem großen internationalen Turnier teilnehmen. Und privat fasziniert ihn der Traum von einer Weltreise, die er irgendwann mal unternehmen wird.
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Nasenbären-Keeper Felix Thomas ist die Zuverlässigkeit in Person und versucht mit guten Leistungen seinen Vorderleuten eine Stütze zu sein.    

NASENBÄREN-Keeper Felix Thomas
Foto: Freya Hagen


Klaus-Peter Kudruhs
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