AKTUELL: Bärenbrüder – Von Kodiaks & Nasenbären

Rostock,19.07.2010,

Dass sich die Beiden in freier Wildbahn über den Weg laufen, ist wohl eher unwahrscheinlich, für die Rostocker Sportlandschaft jedoch ein Glücksfall.
Der 1. IHC Rostocker NASENBÄREN und seine Mitglieder freuen sich sehr, zukünftig in ihren Reihen die Männer und Frauen des Rethwischer Eishockey-Clubs „Kodiaks“ begrüßen zu dürfen. Mit den Eishockeybegeisterten aus der Hansestadt und dem Rostocker Umland finden auf einen Schlag etwa 30 neue Mitglieder zu den NASENBÄREN. Zu diesem Zweck gründen die NASENBÄREN gerade eine eigene Eishockey-Abteilung für die „Kodiaks“ und überarbeiten dementsprechend ihre Satzung sowie die betreffenden Organisations- und Finanzstrukturen.
Die „Kodiaks“ bemühen sich unter dem Dach der NASENBÄREN momentan um entsprechende Trainings-Eiszeit in Rostock und werden ab Herbst in der Landesliga M-V auf die Jagd nach dem Puck gehen. Dabei profitieren sie gern vom Erfahrungsschatz und dem Wissen des NASENBÄREN-Vorstandes, was Anmeldung, Saisonplanung und Ligenspielbetrieb anbelangt. Doch auch die Rethwischer haben ihre Hausaufgaben gemacht, haben sie doch mit Hilfe ihrer tatkräftigen Sponsoren und Unterstützer sowie Einigem an Eigeninitiative bereits den Großteil ihres Saisonetats beisammen. Auch die Partner der NASENBÄREN bekommen damit im Winterhalbjahr eine Präsentationsplattform - ebenso wie die Sponsoren der „Kodiaks“ am überregionalen Auftreten der NASENBÄREN partizipieren.
Doch wer oder was sind die „Kodiaks“ überhaupt? Alles fing vor gut 5 Jahren als „Bierlaune“ auf dem Dorfteich in Bargeshagen an, wo sich ein gutes Dutzend Leute zum gemeinsamen Eishockeyspielen verabredet hatte und auch in den folgenden Wintern dem schnellen Kufensport frönte. Aus dem Hobby wurde dann irgendwann eine Passion und mit 14 Gründungsmitgliedern wurden schließlich vor etwa 2 Jahren die „Kodiaks“ als eigenständiger Verein aus der Taufe gehoben. Mit Trainingszeiten im gut 80 Kilometer entfernten Malchow waren zwar enorme Kosten und Strecken zu bewältigen, doch der Enthusiasmus blieb und wuchs sogar noch ebenso wie die Mitgliederzahl.
Nachdem einige NASENBÄREN-Spieler den „Kodiaks“ ab und an bei ihrem Training in der Eishalle in der Schillingallee über den Weg liefen, man zusammen ein paar Runden auf dem Eis drehte und am Ende sogar häufiger gemeinsam trainierte, war der erste Kontakt hergestellt. Mit der Mitgliedschaft der NASENBÄREN im Stadtsportbund haben die „Kodiaks“ nun auch leichter Zugang zur Landesliga M-V, entsprechenden Trainingszeiten und Fördermöglichkeiten, als dies im Kreissportbund Bad Doberan der Fall gewesen wäre. Zudem gilt es für die Teilnahme am Ligenspielbetrieb, insbesondere die Ausbildung von Trainern, Schiedsrichtern und Zeitnehmern voranzutreiben. Auch hier können die NASENBÄREN ihren „Bärenbrüdern“ sicher behilflich sein.
Doch auch für die Skaterhockey-Enthusiasten bedeuten so viele neue Mitglieder auf einen Streich zukünftig noch etwas mehr Gewicht, wenn es um den Zugang zu Trainingshallen und –zeiten, finanziellen Zuwendungen und Förderungen geht, ohne die ein Vereinsbetrieb mit ISHD-Spielbetrieb und Nachwuchsarbeit kaum aufrecht zu erhalten ist.
Die Vorzeichen für diese Verbindung sehen also wirklich sehr vielversprechend aus, sodass der eine oder andere NASENBÄR im Winterhalbjahr schon mit einem Einsatz im Kodiak-Trikot liebäugelt. Doch auch das Eis schmilzt irgendwann einmal, sodass vereinzelte „Kodiaks“ jetzt schon beim Trainingsbetrieb der NASENBÄREN die Skates unterschnallen.
Wir bleiben für Euch dran und werden berichten, wie es weiter geht!
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