Die NASENBÄREN im Doppelpack

PREVIEW: 9. & 10. Spieltag BuLi-Nord:
NASENBÄREN – MO Buffalos Berlin,  Do. 13.05.2010, 15 Uhr,
NASENBÄREN – Mambas Menden,  Sa. 15.05.2010, 19 Uhr

 

Rostock, 11.05.2010
Mit 3 Punkten aus den letzten beiden Partien könnte man in Rostock eigentlich zufrieden sein, wären da nicht die 6 Niederlagen zu Saisonbeginn, die die NASENBÄREN immer noch in den Tabellenkeller verbannen. Mit den „Berlin Buffalos“ kommt am Himmelfahrtstag, bereits zu früher Stunde, um 15 Uhr, erneut ein direkter Tabellennachbar und Konkurrent um den Klassenerhalt in die Arena im Bertha-von-Suttner-Ring. Kaum 48 Stunden später rollt dann mit den „Mambas Menden“ ein letztjähriger Playoff-Teilnehmer und der momentane Tabellen-Zweite im Norden auf das Parkett in Rostock-Toitenwinkel.
Der Ausgang beider Partien könnte bereits so etwas wie eine vorentscheidende Weichenstellung für den Kurs der NASENBÄREN in ihrer dritten und sicher schwersten Spielzeit im Skaterhockey-Oberhaus bedeuten. Während man beim 6:6-Unentschieden am letzten Wochenende gegen die Salzstadtkeiler aus Lüneburg nur 1 Zähler erbeuten konnte, waren die Gäste aus der Hauptstadt gleich zu 2 Partien in fremder Halle unterwegs. Zunächst verloren sie am Samstagabend 8:3 gegen die Mambas Menden, erkämpfte dann am Sonntag aber einen Punkt beim 7:7-Remis in Crefeld. Wie bei den NASENBÄREN und den Salzstadtkeilern stehen also bei allen 3 Teams im Tabellenkeller nur magere 3 Punkte auf dem Tableau. Was schon gegen die Niedersachsen galt, muss auch am Donnerstag gegen die Hauptstadtbüffel gelten: „Gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf zählen Siege am Ende vielleicht doppelt“.
Umso ungünstiger nun die Ausgangssituation für den Herrentag, da die NASENBÄREN wohl nicht auf alle Akteure der letzten beiden Partien zurückgreifen können werden und wahrscheinlich mit nur „2 Reihen plus X“ agieren müssen. Zudem schätzt man in der Hansestadt die Freunde aus Berlin sogar noch etwas stärker ein, als die Keiler am letzten Wochenende. Mit guter Trainings- und Nachwuchsarbeit verbesserte man sich an der Spree nicht nur in den letzten beiden Jahren erheblich, sondern stieg nach der Saison 2009 dann verdientermaßen auch in die 1. Bundesliga auf. Besonders die Berufung von Spaßvogel und Goalgetter Paul Fiedler in den Kreis der Nationalmannschaft im letzten Jahr freute und belohnte die Hauptstädter für die positive Gesamtentwicklung des Vereins. Dass sie ausgerechnet in einer Zeit aufsteigen, in der die Nordgruppe als eine sehr schwere, wenn nicht gar die schwerste aller Zeiten, gilt, ist natürlich sofort mit der Sorge um den Klassenerhalt verbunden. Trotzdem werden die Mannen um Vereins-Zugpferd Oliver Laux sicher ihren Weg gehen und noch für das eine oder andere Überraschungsergebnis sorgen können. Trotz aller freundschaftlichen Bande zu den Buffalos wollen die Warnowstädter natürlich am Donnerstag gewinnen und werden, trotz der ungünstigen Vorzeichen, alles daran setzen, dieses Zeil zu erreichen.
Am Samstag um 19 Uhr wartet dann im Heimspiel gegen die Mambas aus Menden ein richtig dicker Brocken auf die Hansestädter. Letzte Saison noch in der Südgruppe vertreten, wechselten die Giftschlangen 2010 wieder zurück in die Nordstaffel und konnten sich auf Anhieb wieder vorn etablieren. Gleich im zweiten Heimspiel kamen ihnen dabei die NASENBÄREN vor die Flinte und hatten, mit nur einem halben Dutzend Feldspielern angereist, beim 17:1 natürlich keine Chance gegen die überlegenen Mambas. Bereits beim Ostercup der „Rhein-Main Patriots“ Anfang April bestätigte sich dann die gute Frühform der Sauerländer und sie gewannen das international besetzte Turnier vor den „Düsseldorf Rams“ und den gastgebender Patrioten.
Nachdem sie vor kurzem jedoch auswärts im ISHD-Pokal unverhofft 10:12 n.V. an der Zweitliga-Vertretung der „Dragons Heilbronn“ scheiterten, konzentrieren sie sich nun umso stärker auf die Liga und das Erreichen der Playoffs. Mit Pascal Neumann und seinem Sturmpartner und Ex-Nationalspieler Sascha Jacobs besitzen die Gäste dabei so etwas wie ein „Duo Infernale“, das stets gefährlich vor dem Gehäuse der Konkurrenz auftaucht und fast immer für gut die Hälfte aller Treffer der Hönnestädter verantwortlich zeichnet. Können die NASENBÄREN den Spielfluß der Beiden entscheidend stören und vernachlässigen dabei ihre Defensivaufgaben nicht, vermögen sie vielleicht, die Partie lange offen zu halten. Von einem oder gar zwei Punkten gegen die favorisierten Gäste zu träumen sei zwar erlaubt, ist angesichts des spielerischen Unterschieds aber wohl vergeblich, zu klar sind die Rollen am Samstag in Rostock verteilt.

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