Auswärts auf verlorenem Posten

PREVIEW: 2. & 3. Spieltag BuLi-Nord, Auswärts-Wochenende gegen die Mendener Mambas und die Ahauser Maidy Dogs


Rostock, 24.03.2010

Wann hat man schon mal die Gelegenheit, bereits vor dem Wochenende den Ausgang zweier Auswärtspartien der NASENBÄREN vorhersagen zu können? Mit dem letzten Aufgebot werden sich die Rostocker am kommenden Doppelspiel-Wochenende am Samstag zuerst zu den „Mambas“ aus Menden und am Sonntag dann auf der Rücktour zu den „Maidy Dogs“ nach Ahaus schleppen.
Jede Niederlage im einstelligen Bereich wäre eine große Überraschung, an Punkte zu glauben, erscheint vor dem personellen Hintergrund momentan sogar utopisch. Und als scheint den NASENBÄREN der Saisonbeginn nicht schon viel zu früh, als dass man bereits mit allen Akteuren trainieren und spielen zu können, mit denen man über den Winter gerechnet und geplant hatte, kommt bei den Mecklenburgern nun noch das Verletzungspech hinzu. Diese Woche fiel schon das Training auf Skates mangels einsatzfähigen Personals ins Wasser und auch hinter dem Einsatz von Jörn Rydin steht für das Wochenende weiterhin ein großes Fragezeichen. Gleich mit 3 „Frischlingen“ aus der 2. Mannschaft tritt Vereins-Boss Christian Ciupka deshalb den langen Törn gen Westen an und hofft, so gerade eben eine spielfähige Truppe aufs Parkett schicken zu können.
Wie ungünstig also, dass man am Samstag, mit den „Mendener Mambas“, ausgerechnet auf den aktuellen Tabellenführer trifft, der seine beiden Auftaktbegegnungen, zu Hause gegen Aufsteiger „Crefeld SkatingBears“ mit 15:1, und auswärts gegen Playoff-Teilnehmer „Rockets Essen“ mit 6:10, überraschend deutlich gewinnen konnte und aktuell sogar 3 Akteure unter den Top10-Scorern der Liga vertreten hat. Dort im Sauerland sind die Rollen also mehr als eindeutig verteilt und auch beim Ahauser SV scheint man unter diesen Vorzeichen keinen Blumentopf gewinnen zu geben – zu stark schienen sich die Maidy Dogs schon in der vergangenen Saison verbessert zu haben, als dass die NASENBÄREN dort hoffen dürften.
Betrachtet man den bisherigen, zugegeben noch kurzen, Saisonverlauf, stellt man jedoch fest, dass sich selbst arrivierte Klassenvertreter momentan ungewohnt weit im Mittelfeld oder gar dahinter wiederfinden. So hat beispielsweise der amtierende Vizemeister, die „Duisburg Ducks“, seine beiden bisherigen Saisonspiele verloren. Gegen die Bissendorfer Panther verlor man daheim knapp mit 6:7 und auch beim Besuch der Highlander aus Lüdenscheid mussten die Enten am Ende mit 4:7 ohne Punkte das Feld räumen.
Es scheint also auch für die NASENBÄEREN in dieser Bundesliga-Spielzeit noch nicht alles verloren, selbst wenn man am kommenden Wochenende lediglich etwas für die Tordifferenz der Kontrahenten tun sollte. Aus Sicht der Fans wird sowieso der Heimspielauftakt der Warnowstädter, am 10. April, gegen die „Samurai Iserlohn“ erst so etwas wie der gefühlte Saisonbeginn, denn dann gilt es, in dieser stärksten aller Nordligen seit Langem, zu punkten, zu punkten und nochmals zu punkten, will man die Klasse halten.
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