PREVIEW: Macht Ahaus den Garaus! ;-)

7. Spieltag: Maidy Dogs Ahaus – Rostocker NASENBÄREN, Do. 21.05.2009


Rostock, 19.05.2009

Schon in ihrer Aufstiegs-Saison 2008 waren die NASENBÄREN an Christi Himmelfahrt unterwegs, statt den Herrentag mit Freunden und Bekannten genießen zu können – damals war der ISHD-Pokal die Mission. Am kommenden Donnerstag geht es jedoch, nach der knappen Heimniederlage gegen den Vizemeister aus Lüdenscheid, erneut um wichtige Punkte im Bundesliga-Betrieb.


Mit dem Gastspiel bei den „Maidy Dogs“ des Ahauser SV haben die Rostocker jedoch zum ersten Mal in dieser Saison eine reelle Chance auf Auswärts-Punkte, denn der Aufsteiger und letztjährige Zweitliga-Meister aus dem Münsterland läuft seiner Form momentan mehr als hinterher. In 6 Begegnungen bezogen die Nordrhein-Westfalen zum Teil herbe Niederlagen, sowohl Auswärts als auch auf heimischem Parkett. Nicht nur, dass die Maidy Dogs, mit 57 Gegentoren in 6 Spielen, eine ähnlich verheerende Defensiv-Bilanz aufweisen, wie die NASENBÄREN, zu allem Überfluss zeugen lediglich 18 eigene Treffer von einer eklatanter Abschluss-Schwäche der Ahauser, ja geradezu Harmlosigkeit vor dem Tor. Während sich die Mitaufsteiger aus Lüneburg und Oldenburg, mit gezielten Verstärkungen, relativ gut ins Erstliga-Gefüge integrieren konnten, scheinen die Ahauser dahingehend etwas den Anschluss verloren zu haben.
Doch auch an der Warnow ist momentan leider nicht alles eitel Sonnenschein. Die Niederlagenserie in fremden Hallen kennt man ja unglücklicherweise schon aus der letzten Spielzeit. In dieser Saison kommen zur allgemein angespannten Personalsituation der Rostocker zudem Verletzungssorgen bei mehrere wichtigen Akteuren hinzu. Mit Felix Thomas laboriert immer noch der etatmäßige Goalie an den Folgen seiner Daumen-Verletzung aus dem Duisburg-Spiel, obwohl Backup Alex Jenjahn ihn bislang mehr als würdig vertreten konnte. Auch Stürmer Jürgen Brümmer scheint noch nicht wieder vollständig hergestellt, nachdem der im Auftakt-Heimspiel eine schmerzhafte Knieverletzung davontrug. Neben dem Langzeitverletzten Martin Russnak, der nach seinem Handwurzel-Bruch nun an einer langwierigen Folgeverletzung leidet und auch beruflich zeitlich stark beansprucht ist, fehlten Spielertrainer Christian Ciupka in der engen Partie gegen die Highlander Lüdenscheid zuletzt auch wichtige Akteure, wie Paul Stratmann und Ronny Schneider entweder privat oder beruflich verhindert.
So steht der Einsatz einer schlagkräftigen Truppe bei den momentan waidwunden Münsterländern am Himmelfahrtstag leider immer noch in den Sternen. Es ist zu befürchten, dass man wie bislang „on the road“ wieder nur mit Minimal-Aufgebot operieren kann und so den vermeintlichen Vorteil wieder leichtfertig aus der Hand gibt, sich frühzeitig etwas aus dem Tabellenkeller abzusetzen.
Für die Maidy Dogs indes scheint die Begegnung am kommenden Donnerstag schon so etwas wie eine Nagelprobe mit absoluter Richtungswirkung zu werden – schaffen die Schützlinge von Coach Neugebauer nicht endlich die ersten Zähler, droht wohl der erneute Absturz in die Zweitklassigkeit.
 


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