PREVIEW: Hilfe, ... die Schotten kommen!

6. Spieltag: Rostocker NASENBÄREN – Highlander Lüdenscheid, Sa. 16.05.2009


Rostock, 13.05.2009

Wenn am kommenden Samstag die „Highlander“ aus dem Hochsauerland in die norddeutsche Tiefebene hinabsteigen, um an der Ostsee auf Punktejagd zu gehen, kommt es zur Neuauflage eines der spannendsten NASENBÄREN-Heimspiele der vergangenen Saison. Die Lüdenscheider waren 2008 das erste Team, dass die Festung „Scandlines-Arena“ knacken konnte und den Rostockern ihre erste Heimniederlage beibrachten.

Auch in diese Spielzeit starteten die Schotten, mit Siegen bei den „Rockets Essen“ und daheim gegen den Aufsteiger aus Lüneburg, bereits vielversprechend. Nach einer 8:4-Auswärts-Niederlage in der Wiederauflage des Playoff-Finales beim Meister „Duisburg Ducks“, punkteten die Südwestfalen zuletzt daheim, gegen Bissendorf und die Raketen aus Essen, jedoch jeweils nur einfach. Wer den Head-Coach der Highlander, Norbert Krause, kennt, weiß, dass er mit diesen beiden Unentschieden nicht zufrieden sein konnte. Gegen die „Panther“ führte man schon 5:2, vertändelte diesen Vorsprung aber und musste am Ende noch dem momentan in überragender Form spielenden Schlussmann der Bergstädter, Tobias Opfermann, dankbar sein, dass es noch bei der Punkteteilung nach dem 5:5-Remis blieb. Zwei Wochen später gastierten die starken Essener in der Lenne-Stadt und gingen früh mit 0:2 in Führung, ehe die Highlander endlich aufwachten und sich schließlich mit 2:2-Unendschieden von den Raketen trennten.
Bemängeln musste Coach Krause zuletzt vor allem, dass seine Schützlinge, trotz ihrer zweifellos vorhandene individuellen Klasse, es versäumten, dies in spielerische Überlegenheit umzusetzen und über die volle Distanz mit Konzentration zuwerke zu gehen, um sich nicht immer wieder selbst um die Früchte ihrer Arbeit zu bringen.
Wenn man den sehr homogenen Kader der ambitionierten Sauerländer betrachtet, stechen trotzdem einige Akteure, wie der tschechische Top-Torjäger Jiri Svejda und sein kongenialer Sturmpartner David Balázs, DEL-Verteidiger Martin Schymainski oder gar DEL-Torschützenkönig Michael Wolf hinaus. Letzterer schnürt zwar nur sehr sporadisch die Skates für die Bergstädter und wird nach der langen Eishockey-Saison und der anschließenden Weltmeisterschaft in der Schweiz sicher etwas Urlaub machen, trotzdem kann sicher nicht jeder Bundesligist mit solchen Namen aufwarten.
Mann darf also wirklich gespannt sein auf eine hochkarätige Partie. Die Highlander können sich in diesem Jahr zudem komplett auf die Bundesliga konzentrieren, denn ähnlich wie die NASENBÄREN am Maifeiertag, mussten auch die Lüdenscheider im Pokal-Wettbewerb auswärts mit einem Mini-Kader auflaufen und unterlagen nach Verlängerung sowie Penaltyschießen knapp mit 9:10 beim Süd-Bundesligisten „Uedesheim Chiefs“.

Eben diese „Chiefs“ werden aber, gemäß der gestern erfolgten Pokal-Auslosung der ISHD, der Achtelfinal-Gegner der Rostocker NASENBÄREN, welches laut Rahmenspielplan am 06./07. Juni ausgespielt wird. Leider loste Fortuna den Hansestädtern erneut die undankbare Gäste-Rolle zu, sodass die Jungs um Kapitän Paul Paepke erneut in der Fremde gefordert werden. Lüdenscheids Trainer Krause hatte nach der Heimpartie im letzten Jahr nicht nur ein paar lobende Worte für die Warnowstädter übrig, sondern ließ sich am Ende gar den einen oder anderen Hinweis und Tipp über die kommenden Gegner der Mecklenburger entlocken. Hoffen wir, dass ihm auch zu den Uedesheimern wieder etwas einfällt, dass es den NASENBÄREN ermöglicht, diese schwere Hürde zu meistern.



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