NASENBÄREN empfangen „Die Fliegenden Holländer“

5. Spieltag: NASENBÄREN – Rollin’ Pumpkins Oldenburg, Sa. 09.05.2009


Rostock, 05.05.2009

Wenn am kommenden Samstag-Abend um 19.00 Uhr die „Kürbisse“ aus Oldenburg in der Arena am Bertha-von-Suttner-Ring auflaufen, sehen sich die NASENBÄREN einer der großen Unbekannten dieser Liga gegenüber. Obwohl auch sie, mit 5 Niederlagen aus 5 Partien, denkbar schlecht in die Saison starteten, scheint der direkte Tabellennachbar momentan im sportlichen Aufwind begriffen. In den 3 Auftaktpartien auswärts in Bissendorf, Essen und Lüneburg meist nur knapp unterlegen, zogen sie in heimischer Halle gegen Kaarst und Essen dann jedoch unerwartet deutlich den Kürzeren. Die Schützlinge von Gerd Mueller ließen am vergangenen Wochenende ihrem deutlichen 16:0-Pokalerfolg beim Regionalligisten „Empelde Maddogs“ (Hannover) dann aber endlich den ersten langersehnten Bundesliga-Erfolg bei Mitaufsteiger Ahauser SV folgen. Beim 8:6-Auswärtssieg gegen die „Maidy Dogs“ hatten die Oldenburger naturgemäß wesentlich mehr Mühe, obsiegten aber letztlich verdient und fuhren ihre ersten beiden Punkte ein, die sie, punktgleich mit den NASENBÄREN, vom Tabellenende auf Platz Sieben katapultierte. Dass die Oldenburger dabei jedoch weitaus höhere Ambitionen hegen, machte Pumpkins-Coach Mueller schon vor dem Pokal-Wochenende deutlich: „Wir sind schlecht in die Liga gestartet. In den letzten Spielen hat man den Jungs ansehen können, dass sie ein bisschen den Spaß am Hockeyspielen verloren haben. Diese Woche hatten wir aber gute Trainingseinheiten und die Stimmung im Team ist viel besser als nach den beiden Niederlagen (zu Hause, Anm. d. Red.).“ Die Pumpkins haben also das Siegen nicht verlernt und blasen ab sofort zu Aufholjagd im Kampf um die Playoffs.
Ungewöhnlich für den Betrieb in der deutschen Königsklasse, vertrauen die Niedersachsen dabei in ihren Reihen auf die Dienste gleich mehrerer Niederländer. Nicht nur durch die geographische Nähe bot es sich an, die spielstarken Nachbarn ins Team zu integrieren. Neben Team-Captain und Goal-Getter Matthias Krüer, der kürzlich mit einer Einladung zum Sichtungslehrgang der deutschen Nationalmannschaft von Head-Coach Manfred Schmitz für seine Leistungen in der Liga belohnt wurde, stehen mit Ian Goddard, Robert Eefting und Danny Kerstholt gleich 3 seiner Mannschaftskameraden, regelmäßig im National-Aufgebot der Niederlanden. Zu diesen 3 Legionären kommen in Oldenburg weitere 7-8 der „Fliegenden Holländer“. Die durch die ISHD vorbildlich organisierte deutschen Elite-Liga bietet für die „Oranjes“ zumeist besserer Möglichkeiten, Wettkampfpraxis und Erfahrungen auf hohem spielerischen Niveau zu sammeln und zu halten, als dies in ihrem Heimatland immer der Fall wäre. Dass dieses Modell auch in der Praxis oft sehr gut funktioniert, bewies der Liga-Neuling von der Hunte in seiner Zweitligasaison 2008, in der er -mit 13 Siegen, 5 Unentschieden und 2 Niederlagen- aus dem Stand problemlos Platz 3 belegte und aufstieg.
Auch in Rostock hat man den Traum von der Playoff-Teilnahme noch nicht gänzlich begraben, doch die Statistik zeigt, dass man zumeist nur in eigener Halle überhaupt zu siegen versteht. Während Punkte gegen die Top 4 der Liga auch letzte Saison nur schwer zu erringen waren, tat man sich zu hause gegen die direkten Tabellennachbarn dabei zumeist leichter und konnte sich 2008 am Ende sogar Platz 5 sichern. Bei den geänderten Kräfteverhältnissen in der Nord-Gruppe wird es in dieser Spielzeit jedoch nicht leichter. Die wiedererstarkten „Crash Eagles“ Kaarst und die soliden „Salzstadtkeiler“ aus Lüneburg beanspruchen ebenfalls einen der Playoff-Plätze für sich und auch die bislang enttäuschenden „Maidydogs“ des Ahauser SV sollten noch nicht endgültig abgeschrieben werden. Wichtiger jedoch als der Blick zur Konkurrenz und hypothetische Punkteverteilungen ist für die Mannen von Trainer Dimitri Kramarenko das Besinnen auf die eigene Heimstärke, ihre individuelle Klasse und die Konzentration auf das nächste Spiel. Dort will und muss man gegen die „Oranjes“ unbedingt punkten, auch, um die Beinahe-Blamage in der 2. Runde des ISHD-Pokals vergessen zu machen.

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