PREVIEW – Bissig nach Bissendorf

2.Spieltag: Bissendorfer Panther – Rostocker NASENBÄREN, Sa. 04.04.2009


Rostock, 31.03.2009

Etwas holperig in die Spielzeit gestartete und nach einem 3-Tore-Vorsprung zum Saisonauftakt in Kaarst doch noch unglücklich verloren, kann es für die NASENBÄREN nun eigentlich nur besser laufen – wenn, ja wenn man am Samstag nicht gerade gegen den Vizemeister 2006 aus der Wedemark antreten müsste.
 
Aus den bisher 4 Vergleichen (2 x BuLi-Nord, 2 x Pokal) konnten die Rostocker dabei bislang nur einen knappen Sieg, bei drei z.T. deutlichen Niederlagen, erringen. Auch letztes Jahr spielten die Raubkatzen wieder eine tolle Saison, warfen in der 1. Playoff-Runde gar den Vorjahresmeister, den HC Köln-West, aus dem Rennen und unterlagen im Halbfinal nur knapp dem späteren Vizemeister, den Highlandern aus Lüdenscheid. Überhaupt; dass nicht nur die Liga im Aufstiegsjahr der NASENBÄREN einen gewaltigen Sprung gemacht hat, sondern speziell die Nordgruppe, zeigte sich spätestens in den Playoffs 2008 – keiner der Südvereine überlebte die Auftaktrunde, sodass der Norden den Titel komplett unter sich selbst ausmachen konnte.

Doch auch die starken Raubkatzen sind nicht gänzlich unbezwingbar – selbst der Aufsteiger aus Oldenburg spielten sich bei ihrer Auftaktniederlage in Bissendorf vor allem durch aggressives Pressing, nach zwischenzeitlichem 5:1-Rückstand, noch einmal bis auf 5:4 heran, bevor die Hausherren im letzten Drittel mit 2 späten Toren, nach Überzahl-Situationen, den Sack doch noch zumachen konnten. Ähnlich schwer taten sich die Hausherren dann einen Tag später gegen den zweiten Aufsteiger, die Maidy Dogs aus Ahaus. Gegen ein sehr defensiv ausgerichtetes Abwehrbollwerk brauchten die Panther lange, um doch noch eine standesgemäßes 7:2 herauszuschießen, sodass man auf Seiten des Trainergespanns, trotz der 4 Punkte aus 2 Partien, bislang nur mäßig zufrieden mit der eigenen Spielweise war. Mit diszipliniertem Auftreten und wenig Strafzeiten hat man also durchaus Chancen, den einen oder anderen Punkt aus der Wedemark mitnehmen.
Dass ausgerechnet die NASENBÄREN leider keine Musterknaben sind, musste Kapitän Paul Paepke nach der Auftaktpartie in Kaarst erkennen, nach der ihm nun 2 Spieler mit Spieldauerstrafen für die Begegnung am Samstag fehlen werden und die Mannschaftskasse mit Strafzahlungen belasten. Auch Entlastung ist kaum in Sicht und so gelten die Rostocker, wie im Jahr zuvor, mit kleinem Kader, auswärts als gern gesehene Gäste, die leider allzu oft die Punkte artig da lassen. Es steht zu hoffen, dass angeschlagene Gegner auch wirklich gefährlicher sind und die NASENBÄREN sich nicht erneut als unbequemer Gegner unter Wert geschlagen geben müssen.

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